Dormagen (NGZ). Bayer MaterialScience hat am Mittwoch vor dem Verwaltungsgericht eine Schlappe hinnehmen müssen. Das Gericht kippte den Planfeststellungsbeschluss für die umstrittene CO-Pipeline, die Kohlenmonoxid transportiert.
Zustimmung gibt es dafür vom Kreis-Grünen Hans Christian Markert, der gleichzeitig umweltpolitischer Sprecher der Partei ist: "Wie zu erwarten gewesen war, ist das Gericht den Bedenken der Anwohner und Initiativen gefolgt." Auch die Grünen hätten Zweifel gehabt, ob die geplante Realisierung des Pipelinevorhabens mit Blick auf die Katastrophenschutzplanung und Erdbebensicherheit rechtskonform sei. Dass Bürger und Politik nach den Ereignissen in Japan besonders sensibilisiert sind, will Markert nicht gelten lassen. "Da würde ich keinen Zusammenhang konstruieren."
Technische Details wie die verwendeten Sicherheitsmatten hätten dagegen das Projekt immer weniger verantwortbar erscheinen lassen. Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts solle Bayer die Realisierung des Projekts überdenken. Markert betonte aber, dass der Chempark Dormagen ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor sei, den er nicht in Frage stelle.
Bayer will das Gerichtsurteil analysieren und dann weitere Entscheidungen treffen.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.