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Dormagen: Markt gerettet: Neue Fläche am Bad

VON PETRA SCHIFFER - zuletzt aktualisiert: 28.03.2007 - 21:30

Dormagen (NGZ). Dormagen Eine Woche war Pause, seit Mittwoch gibt es wieder einen Wochenmarkt im Dormagener Norden. Nach einem Streit um die Nutzung des Parkplatzes an der Konrad-Adenauer-Straße sind die Händler auf den Vorplatz des Hallenbades umgezogen. Die Organisation des Marktes hat jetzt die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) übernommen.

Der Wochenmarkt im Dormagener Norden ist auf den Platz vor dem Eingang zum Hallenbad umgezogen. Die Kunden sind froh, dass das Angebot erhalten bleibt.  Foto: H. Jazyk
Der Wochenmarkt im Dormagener Norden ist auf den Platz vor dem Eingang zum Hallenbad umgezogen. Die Kunden sind froh, dass das Angebot erhalten bleibt. Foto: H. Jazyk

„Das ist eine gute Lösung“, lobt Dorothea Probst, seit dem Beginn des Marktes vor rund einem halben Jahr Stammkundin. Der alte Platz sei zwar etwas zentraler und größer gewesen, trotzdem halte sie es für eine reine Gewöhnungssache, bis der neue Standort genauso gut angenommen werde. Diesen Eindruck bestätigt auch Gemüsehändler Hans-Peter Kamp. „Um 9 Uhr waren wir richtig enttäuscht, bis 12 Uhr wirklich zufrieden“, sagt er.

Viele Kunden hätten sich einfach erst umorientieren müssen. Außerdem sei der Markt sehr kurzfristig noch vom Parkplatz des Schwimmbades auf den Platz vor dem Eingang verlegt worden, weil dort die Stromanschlüsse günstiger gelegen gewesen seien. Weil die Fläche kleiner ist als das bisherige Marktareal an der Konrad-Adenauer-Straße, fehlten am Mittwoch der Fisch- und der Blumenstand. „Es wird aber an einer Lösung gearbeitet, dass unser Markt wieder auf die alte Größe wächst“, so Kamp. „Hauptsache, es konnte überhaupt so schnell eine Lösung gefunden werden.“

Dieser Ansicht ist auch Kundin Hildegard Ziemen. Wichtig sei ein verlässliches Angebot, deshalb seien die meisten Marktbesucher froh, dass kein wochenlanges Versorgungsloch entstanden sei. „Das gilt besonders für die älteren Menschen, die hier in der Umgebung wohnen“, so Ziemen. Ähnlich sieht es auch Bäckereiverkäuferin Elisabeth Zimmermann. „Viele Bewohner und Kunden haben sich wirklich sehr stark für den Markt engagiert und sich im Rathaus gemeldet, deshalb war wohl so schnell ein Ausweichstandort gefunden“, sagt sie.

Den Mittwochsmarkt im Dormagener Norden gibt es seit rund einem halben Jahr. Er war auf die Initiative eines Kioskbetreibers entstanden, nachdem alle Supermärkte im Ort nach und nach geschlossen worden waren. Das neue Angebot war von Anfang an sehr gut angenommen worden.

Vor zwei Wochen sah es dann so aus, als hätten die Stände zum letzten Mal ihre Waren angeboten: Das Fitness-Studio hatte die Stellflächen auf dem Parkplatz für seine Kunden beansprucht. Nach einer Protestwelle der Marktbesucher schaltete sich die Stadt ein und bot ihre Hilfe nach einem neuen Standort an, der jetzt gefunden ist.

„Wir sind froh, einen dauerhaften Beitrag zur Frischwagen-Versorgung im Dormagener Norden leisten zu können“, sagt Guido Schenk, der bei der SVGD für die Marktorganisation zuständig ist. Der Platz werde durch einige kleinere Arbeiten noch attraktiver gemacht: Ein Blumenkübel und ein Poller würden entfernt, damit beispielsweise auch der breitere Fischwagen den Platz anfahren könne, ein Baum werde gefällt. Außerdem werde die Beschilderung verbessert. „Wenn sich der Standort etabliert, kommen die Händler von selbst“, ist Schenk sicher.

Quelle: NGZ


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