Dormagen (NGZ). Der Vorstand der WSD will Veranstaltungen in der Dormagener Innenstadt in Zukunft von einer Werbeagentur organisieren lassen. Das Ziel: mehr Professionalität. Das sehen nicht alle WSD-Mitglieder positiv.
Dormagen Für die einen ist es die Chance, noch mehr Kunden in die Dormagener Innenstadt zu ziehen, für die anderen eine Bedrohung des eigenen Angebots in der Stadt: Der Vorstand der Werbegemeinschaft Stadt Dormagen (WSD) will Veranstaltungen in der City in Zukunft von der Werbepraxis von der Gathen in Erftstadt organisieren lassen.
„Das hat unser Vorstand einstimmig beschlossen“, sagt der WSD-Vorsitzende Gerd Hengsberger. Das Ziel sei, Innenstadt-Veranstaltungen professioneller aufzuziehen. Diese Notwendigkeit sehen nicht alle WSD-Mitglieder. Im Gegenteil: „Da gibt es schon eine gehörige Portion Skepsis“, sagt Andrea Lemke, ehemalige WSD-Chefin und Gastronomin am Rathausvorplatz.
Werbegemeinschaft
Die Werbegemeinschaft Stadt Dormagen (WSD) vertritt rund 120 Geschäfte in der City. In diesem Jahr sind vier verkaufsoffene Sonntage geplant: zum Ostermarkt, zum Frühlingsfest, zum Michaelismarkt und zum Kö-Advent.
Für Hengsberger war die Entscheidung alternativlos. „Diese Werbepraxis hat beste Kontakte und einen ganz anderen Zugang zu Ausstellern, Künstlern und Sponsoren als wir“, sagt er. Unter anderem betreue von der Gathen die Einzelhändler an der Dürener Straße in Köln-Lindenthal.
Mit der Hilfe dieses Managements könne es gelingen, das Programm bei Festen auch im Norden und Süden der Fußgängerzone zu beleben. „Besucher die zu unseren Festen kommen, sollen danach gezielt wieder in Dormagen einkaufen und immer noch begeistert sein“, sagt Hengsberger.
Dafür sei es wichtig, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehöre beispielsweise, dass alle Innenstadt-Geschäfte samstags bis 18 Uhr geöffnet seien. „Und damit sich das für die Einzelhändler lohnt, brauchen wir einfach eine Mindestfrequenz“, so Hengsberger. Durch noch besser besuchte Veranstaltungen könne dieses Ziel erreicht werden.
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