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Dormagen: Mehr Theater für Jugendliche

VON PETRA SCHIFFER - zuletzt aktualisiert: 01.01.2007 - 21:30

Dormagen (NGZ). Dormagen Das Theater-Abo auf hohem Niveau halten, den Kultursommer in Knechtsteden stabilisieren, mehr Veranstaltungen in die Kulturhalle und in die TSV-Bayer-Sporthalle holen und mehr kulturelle Angebote für Jugendliche schaffen - das sind die Ziele des Dormagener Kulturbüros im neuen Jahr.

„Wir sind mit dem Kulturjahr 2006 sehr zufrieden“, sagt Herbert Daniel, Leiter des Fachbereichs Kultur im Dormagener Rathaus. „Die Zuschauerzahlen und die Rückmeldungen der Besucher zeigen, dass unser Kulturprogramm attraktiv ist und dass es uns gelingt, in der Sandwichlage zwischen den Kulturmetropolen Düsseldorf und Köln Nischen zu füllen“, so Daniel. Dies gelinge vor allem durch einen engen Dialog mit den Besuchern und Kulturinteressierten.

Er mache möglich, schnell zu reagieren und auf die Wünsche der Kunden einzugehen. „Wir haben einen Newsletter mit einer großen Kundenkartei und machen regelmäßig Befragungen“, sagt Olaf Moll, Leiter des Kulturbüros. „Und das werden wir auch 2007 beibehalten.“ Bewährt habe sich auch, Theater-Abonnenten andere Veranstaltungen des Kulturbüros günstiger anzubieten. „Damit binden wir Kunden an uns und belohnen sie für ihre Treue“, so Moll.

Eine Mischung aus klassischen und modernen Stücken, Comedy und Dramen prägt nach wie vor das Theater-Abo-Programm, an dessen Konzept es keine Änderungen geben wird: Seit Jahren ist die Zahl der Abo-Kunden auf hohem Niveau (um 500) konstant - und das hält auch den Zuschussbedarf im Rahmen. Auf dem Spielplan stehen in diesem Jahr „Die weiße Rose“ (10. Januar), die Komödie „Ingeborg“ (6. Februar), der Shakespeare-Klassiker „Wie es euch gefällt“ (27. März), die Komödie „Bunbury“ (25. April), das Stück „Ladylike“ (14. November) und die Komödie „Herren“ (4. Dezember).

Berappelt hat sich das Sorgenkind „Theatersommer Knechtsteden“, dessen Zukunft noch vor zwei Jahren auf der Kippe stand. „In diesem Jahr kamen durchschnittlich 105 Besucher pro Veranstaltung - und diese Zahl werden wir in diesem Jahr steigern“, sagt Moll. Es sei der richtige Weg, weniger Kulturabende konzentriert an drei Wochenenden anzubieten. „Wir werden diese Termine mit den Schützen im Stadtgebiet und anderen Aktionen noch besser abstimmen, mehr auf sommer-leichte Comedy-Kost setzen - und damit auch ein eigenes Profil schaffen“, so Moll.

Die Kulle soll nach Vorstellungen der Kulturplaner 2007 im Durchschnitt jeden zweiten bis dritten Tag belegt sein. Geplant sind Konzerte, Comedy-Abende, aber auch die Wiederbelebung der Dormagener Talkshow. Für Großveranstaltungen mit Kabarett-Stars wie Dieter Nuhr oder Atze Schröder soll die TSV-Halle mehr als bislang genutzt werden. „Uns geht es nicht darum, verschiedene Konkurrenzstandorte aufzubauen, sondern für jede kulturelle Veranstaltung den passenden Rahmen zu finden“, erklärt der Leiter des Kulturbüros.

Die erfolgreiche Kindertheaterreihe werde im kommenden Jahr wie gewohnt fortgesetzt. Neu sollen Stücke auch für Jugendliche ins Theaterprogramm der Stadt aufgenommen werden. „Die weiße Rose“ sei bereits von mehreren Schulen gebucht worden, so Moll. Das Jugend-Theaterstück „Verhüten und Verfärben“, das sich mit dem Thema Teenager-Schwangerschaften beschäftigt, soll am 2. Februar in der Kulle gezeigt werden. „Wenn dieses Angebot gut angenommen wird, werden wir es ausbauen und noch mehr Stücke nach Dormagen holen, die speziell auf die Interessen von Jugendlichen zugeschnitten sind“, sagt Olaf Moll.

Quelle: NGZ


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