Dormagen (NGZO). Wegen der Hinterziehung von Sozialversicherungsbeiträgen, Lohn- und Umsatzsteuern hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf Anklage gegen einen 47 Jahre alten Unternehmer aus Dormagen erhoben, wie eine Sprecherin mitteilte.
Dabei soll es sich um eines der bundesweit größten Strafverfahren wegen Schwarzarbeit in Schlachthöfen und Zerlegebetrieben handeln. Der Schaden soll bei mehr als zwölf Millionen Euro liegen. Als Tatzeitraum gelten die Jahre 2003 bis 2007.
Der Beschuldigte zählt demnach zu den größten Arbeitskräftevermittlern in Deutschland. Er soll als Subunternehmer der Firma Westfleisch ein Geflecht von 30 Firmen gegründet und mehr als 1000 Arbeiter, meist Osteuropäer, beschäftigt haben.
Der Mann sitzt seit März 2010 in U-Haft, ebenso drei seiner Mitarbeiter. Der Beschuldigte hatte seinen Firmensitz 2005 von Dormagen nach Düsseldorf verlegt. Die Ermittlungen gegen ihn laufen seit 2005. Um die Berge sichergestellter Akten unterzubringen, hatte die Sonderkommission „Krake“ eine Lagerhalle angemietet.
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