kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Dormagen: Narren bangen um ihre Züge

VON PETRA SCHIFFER - zuletzt aktualisiert: 25.02.2009 - 11:10

Dormagen (NGZ). Dormagen Ein Schreiben des Dormagener Ordnungsamtes mit Auflagen für die Karnevalsumzüge sorgt für Verwirrung. Die Jecken befürchten, dass sie in der nächsten Session vor einem Berg von Bürokratie stehen.

Kein Leuchtturmprojekt war in diesem Jahr das Regelwerk des Ordnungsamtes für die Narren im Stadtgebiet - hier beim Umzug in Stürzelberg. Nach Ostern ist ein Treffen mit allen Vorständen geplant, um zu beraten, welche Regelungen wirklich 
sinnvoll sind. Foto: NGZ
Kein Leuchtturmprojekt war in diesem Jahr das Regelwerk des Ordnungsamtes für die Narren im Stadtgebiet - hier beim Umzug in Stürzelberg. Nach Ostern ist ein Treffen mit allen Vorständen geplant, um zu beraten, welche Regelungen wirklich sinnvoll sind. Foto: NGZ

„TÜV, ASU und noch mehr, bald gibt es keine Kamelle mehr“ beschwerte sich der Elferrat in Straberg und lästerte über „karnevalsgeprüfte Sicherheit“. „Mensch ärgere dich nicht!“ meinte eine Nievenheimer Fußgruppe zum Schreiben des Dormagener Ordnungsamtes.

Und auch in vielen anderen Orten des Stadtgebiets diskutierten die Narren in den vergangenen Tagen heftig über das sechsseitige Auflagen-Paket für die Karnevalsumzüge, das die Vereine kurz vor dem Start der fünften Jahreszeit erreicht hatte. Weil die Jecken Sturm liefen, ordnete Bürgermeister Heinz Hilgers an, in diesem Jahr noch einmal einen vereinfachten Genehmigungsbescheid zu verschicken. „Damit ist das Thema aber nicht vom Tisch, das kommt ja in irgendeiner Form wieder auf uns zu“, sagt Dirk Schubert, Zugleiter in Nievenheim.

Info

Karnevalsumzüge 

Zwischen Eintopfsamstag und Rosenmontag ziehen im Dormagener Stadtgebiet in neun Orten knapp 5000 Narren in Fußgruppen und auf Großwagen durch die Straßen.

Für besondere Irritationen hatten nicht nur die Sicherheitsvorschriften für die Großwagen gesorgt. Das Ausgeben von alkoholischen Getränken sei nicht gestattet, Verschmutzungen der Straßen seien umgehend zu beseitigen, und der Zug dürfe nicht auf überörtlichen Straßen oder Kreuzungen eine Pause einlegen war in den Bestimmungen zu lesen. „Das ist alles sehr unglücklich gelaufen“, gibt Bernd Witschke vom Ordnungsamt zu.

Bei den Vorschriften handele es sich nicht um neue Auflagen des städtischen Ordnungsamtes, sondern um Vorgaben des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Wohnungswesen aus dem Jahr 2000. Es sei „ungeschickt“ gewesen, diese Regelungen einfach unkommentiert aufzuschreiben und an die Vereine weiterzugeben. „Ohne Erklärungen sind einige Vorschriften missverständlich“, sagt Witschke. So sei natürlich weiterhin erlaubt, beim Zug ein Bierchen oder auch einen kleinen Feigling an die - erwachsenen - Narren am Straßenrand zu verteilen. Flaschen dürften aber nicht geworfen werden.

Die Vereine müssten dafür sorgen, dass die Straßen nach dem Zug wieder gereinigt würden. „Das Wort umgehend ist aber interpretierbar, natürlich kann am Zugtag selbst auch erst noch ein bisschen gefeiert werden“, so Witschke. Und die Großwagen müssten nicht jedes Jahr zum TÜV, sondern nur, wenn am Fahrzeug grundlegende Änderungen vorgenommen worden seien. „Wir haben nicht die Absicht, den Karnevalsvereinen das Leben schwer zu machen“, so Witschke.

Quelle: NGZ


Jetzt noch mehr Lesespaß sichern und Neuß-Grevenbroicher Zeitung testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Dass Kinder jahrelang auf einem verseuchten Aschenplatz Sport getrieben haben sollen - hier beim Crosslauf des Vereins -, war ein Gerücht, das in Straberg für große Verunsicherung sorgte. Nach der Analyse der Stadt ist der Boden zwar belastet, aber nicht gefährlich.

Erhöhte Bleiwerte

Aschenbelag ist Sondermüll

Ein Gutachter hat auf dem Tennenplatz in Straberg erhöhte Bleiwerte festgestellt. Die Straberger befürchten Gesundheitsrisiken für die Sportler, die Stadt warnt vor Panikmache. VON Petra Schiffer  mehr

 

Abstufung nach Alter

Kinderchor wird erweitert

Weil die Altersspanne der Kinder immer größer wird, gibt es ab sofort drei Gruppen im Kinderchor an der Christuskirche: Vorschulkinder, Kinder der ersten und zweiten Klasse und alle älteren Kinder. mehr

 

Heimleitung & Diakonisches Werk ziehen erste Bilanz

„Wir sind im Ort angekommen“

 

Unterhaltung, Information und Kulinarisches

Frühschoppen zum Frauentag

 

Palliativ-Station im Kreiskrankenhaus

Hilfe für Schwerstkranke

 

Im Kreiskrankenhaus Dormagen

Neue Palliativ-Station

 
BILDER AUS DORMAGEN
Der Wahlabend in Dormagen und Rommerskirchen
Der Wahlabend in Dormagen und Rommerskirchen
Der Wahlabend in Dormagen und Rommerskirchen. NRW-Wahl 2012 mehr 
 
Der Wahlabend in Dormagen und Rommerskirchen
Der Wahlabend in Dormagen und Rommerskirchen
Der Wahlabend in Dormagen und Rommerskirchen. NRW-Wahl 2012
mehr 
Auto fährt frontal gegen Baum
Auto fährt frontal gegen Baum
Auto fährt frontal gegen Baum. Verkehrsunfall in Dormagen-Hackenbroich ..
mehr 
Girls Day 2012: Das will ich einmal werden
Girls Day 2012: Das will ich einmal werden
Acht Mädchen aus Dormagen sagen am Girls ..
mehr 
Lkw-Unfall in Dormagen
Lkw-Unfall in Dormagen
Lkw-Unfall in Dormagen an der Kreuzung L280 / L380.
mehr 
 
Familienanzeigen