Dormagen (NGZ). Uwe Schunder ist Vorsitzender des Partnerschaftsvereins zu Kiryat Ono. Schunder war in den 80er Jahren beruflich in Israel und lernte dort seine Frau kennen. Heute studiert sein Sohn dort.
Uwe Schunder (56) ist viel herumgekommen in der Welt. Er war für seinen früheren Arbeitgener Bayer als Marketing-Experte einige Jahre in Kanada und von 1995 bis 1999 in Wien. Doch alles war nichts gegen seine Zeit in Israel von 1981 bis 1984. "Das war die schönste und wichtigste Zeit meines Lebens", schwärmt der 56-Jährige. Er lernte dort seine spätere Ehefrau Chana aus dem Ort Kfar Saba bei Tel Aviv kennen und lieben. "Ich war fasziniert von Land und Leuten", sagt der 56-Jährige. "Aber ich habe auch die Last der deutschen Vergangenheit und die Verantwortung der Deutschen erlebt."
Uwe Schunder stellt sich bis heute dieser Verantwortung. Zurück in Deutschland engagiert er sich für den Partnerschaftsverein Dormagen – Kiryat Ono. Dieser Verein war vor 20 Jahren in Dormagen vor allem von dem damaligen evangelischen Pfarrer Dr. Heinz Tenhafen gegründet worden. Schunder begeisterte sich für die Partnerschaft, der familiäre Hintergrund gab einen zusätzlichen Schub. Nach der Pensionierung von Tenhafen übernahm der Vater von drei erwachsenen Kindern das Ruder.
Partnerschaft
Im Juli 1995 wurde mit der 30 000-Einwohner-Gemeinde Kiryat Ono aus der Nähe von Tel Aviv nach neunjähriger Anlaufzeit der Partnerschaftsvertrag mit Dormagen geschlossen.Es finden regelmäßige Besuche statt.
Heute ist die Partnerschaft zu der israelischen Stadt das Hobby des Ur-Dormageners. "Leider ist die Entfernung zu weit, um ein intensives Programm ausfüllen zu können." Dennoch: Gegenseitige Besuche sind fester Bestandteil. Jetzt waren Dormagener Schüler zu einem Sommercamp in der Partnerstadt aus Anlass der Gründung der Stadt vor 70 Jahren. Längstens alle zwei Jahre fahren Uwe und Chana Schunder nach Israel. Im Dezember steht die nächste Reise an – mit einem Abstecher nach Kiryat Ono. Und es gibt einen weiteren Grund, das faszinierende Land zu besucher: Sohn Lior (23) studiert dort Psychologie.
Das Herz von Uwe Schunder schlägt links. Seit 1989 ist er SPD-Mitglied in Dormagen, war in der letzten Ratsperiode als Nachrücker kurzzeitig Ratsmitglied. Im Stadtverband ist er Kassierer und im Ortsverein Beisitzer. Zusätzlich vertritt Uwe Schunder die Sozialdemokraten als sachkundiger Bürger im Verwaltungsrat der Technischen Betriebe.
Gestern Abend feierte der Partnerschaftsverein sein 20-jähriges Bestehen. Gleichzeitig wurde in der Arche in Rheinfeld das 15-jährigen Bestehens der Partnerschaft zu der israelischen Stadt begangen – mit dem Versprechen, den Kontakt weiter zu intensivieren und für alle Altersgruppen auszubauen. Uwe Schunder zog eine positive Bilanz.
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