Dormagen (NGZO). Marlis Elsen hat Angst. Die Sprecherin der Initiative gegen die geplante CO-Pipeline zwischen den Bayer-Standorten Krefeld-Uerdingen und Dormagen hat wie viele Anwohner Angst davor, dass die Leitung durch einen Unfall oder ein Naturereignis beschädigt wird und CO austritt.
Jetzt hat Elsen einen Offenen Brief an Ministerpräsident Jürgen Rüttgers geschrieben. Die Sorge um die Ängste und Nöte der Bürger sei "nicht ernst gemeint und ein Hohn für die von der Pipeline betroffenen Menschen".
Erst gestern habe Bayer berichtet, dass sich im schlimmsten Fall bei einem 5,4 Zentimeter großen Loch eine "Keule" von etwa 800 Metern bilden könne. Elsen: "Die Leitung liegt aber in wenigen Metern Abstand zur Wohnbebauung."
Dazu Bayer-Pressesprecher Jörg Brückner: "Es gibt eine 'worst case'-Berechnung, derzufolge das Kohlenmonoxid im allerschlimmsten Fall – beim Auftreten eines 5,4 Zentimeter großen Lochs – als eine maximal 800 Meter große Keule austritt. Diese Keulen-Berechnung ist ein Szenario für die Einsatzpläne der Feuerwehren und bedeutet nicht automatisch schlimme Auswirkungen in diesem Bereich." Das Unternehmen habe im übrigen so hohe Sicherheitsstandards angewendet, wie es sie weltweit bei einer Pipeline noch nicht gäbe.
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