Führungswechsel beim Sport-Verband (NGZ). Der Sport-Verband Dormagen wählte den bisherigen Vize Claus Radke als Nachfolger von Hans-Josef Schlömer zum neuen Vorsitzenden. Heinz Hilgers: Sportplatz Straberg liegt auf Eis.
Dormagen Dem Sport-Verband Dormagen (SVD) bleibt eine Zeit der Führungslosigkeit erspart. Claus Radke wird in den kommenden Jahren der Interessenvertretung der rund 20 000 organisierten Sportler und rund 50 Sportvereinen in der Stadt vorstehen.
Damit bleibt die befürchtete Vakanz nach der Ankündigung des bisherigen Vorsitzenden Hans-Josef Schlömer aus. Schlömer hatte nach nur einem Jahr nicht mehr kandidiert. Und das „obwohl mit das Amt sehr viel Freude bereitet“. Schlömer hatte von „persönlichen Gründen“ gesprochen.
In der Mitgliederversammlung wurde er deutlicher, ohne jedoch endgültige Klarheit zu verschaffen: „Das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden der VR Bank und das des Vorsitzenden des Stadtsportverbandes sind nicht miteinander vereinbar.“ Unstimmigkeiten in der von Friedhelm Lachnicht geführten Kasse bestehen nicht, „Knatsch“ zwischen Bank und Verband gibt es laut Schlömer ebenfalls nicht - alle weiteren Hinweise verbiete das Bankgeheimnis.
Claus Radke hatte sich in kleinem Kreis zur Kandidatur bereit erklärt - und damit die SVD-Krise gemieden. Geburtshelfer der Entscheidung war SVD-Urgestein Manfred Bördgen. Der 70-Jährige hatte dem Mitfünfziger Claus Radke versprochen, bei Terminschwierigkeiten in die Bresche zu springen.
Der neue Vorsitzende ist als Abteilungsleiter bei RWE beruflich stark engagiert und steht ehrenamtlich auch bei den Karnevalisten der „Ahl Dormagener Junge“ in vorderster Front. Radkes Vize-Position nimmt künftig Swen Möser ein. Der 38 Jahre alte Mitarbeiter des städtischen Presseamtes und im Vorstand des SC Rheinfeld aktiv, war völlig überraschend und ohne Absprache von Sportausschuss-Vorsitzenden Detlev Zenk vorgeschlagen - und einstimmig gewählt worden. Daniela Herz (VdS Nievenheim) wurde als Geschäftsführerin einstimmig bestätigt.
In deutlichem Gegensatz zu der Harmonie der Vorstandswahlen standen die Worte von Bürgermeister Heinz Hilgers. Er stimmte die Dormagener Sportler auf magere Zeiten im Zeichen des Rotstifts ein. Erstes Krisen-Opfer sind die Straberger. Ihr Kunstrasenplatz ist im Zuge der Haushaltssperre bis zur Steuerschätzung Mitte Mai erst einmal in weite Ferne gerückt. Der Bürgermeister machte keine Hoffnung, dass dieses Millionen-Projekt dann noch Priorität genießt. „Das ist eine freiwillige Ausgabe der Stadt. und die hat hinter den Pflichtaufgaben zurückzustehen.“
Schon gab es besorgte Nachfragen, ob denn die Sanierung der Dreifachhalle überhaupt eine Chance habe. Kämmerer und Sportdezernent Ulrich Cyprian beruhigte: „Alle Maßnahmen, die begonnen wurden, werden zu Ende geführt.“ Das sei bei der Dreifachhalle im Schulzentrum Nord der Fall, auch wenn ein Ende noch nicht absehbar sei.
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