Dormagen (NGZ). Hackenbroich Der Herd und die Theke sind blitzblank geputzt, auch die riesigen Kühlschränke und die Spüle sehen aus wie neu. Und das sind sie auch: Die Schüler der Realschule Hackenbroich, die nun gebundenen Ganztag anbietet, haben jetzt eine Mensa.
Spaghetti, Rührei mit Spinat und Kartoffeltaschen stehen in dieser Woche auf dem Speiseplan, der in dem Speisesaal mit großen Fenstern, bunten Stühlen und vielen Farbklecksen an Säulen hängt. Schulleiter Alois Moritz lud gestern Vertreter aus Ausschüssen, Verwaltung und beteiligten Firmen ein, um nach einem heiteren Lied der Fünftklässler zu zeigen, was sich an der Realschule verändert hat. Die Mensa ist nur ein Teil von Umbau, Sanierung und Neugestaltung.
Endlich weiße Wände
Ein wichtiges Projekt war neben der Mensa (Kosten: rund 140 000 Euro) die Umgestaltung der Außentoiletten. Fotos aus alten Zeiten hängen als Mahnung an den nun weißen Wänden: Graffiti-Schmierereien von Schülern sind darauf zu sehen, von Feuchtigkeit zerfressene Trennwände und heruntergekommene Decken. "Außerdem ging von den Toiletten ein erbärmlicher Gestank aus", erinnert sich der Schulleiter. Für 150 000 Euro wurden die Toiletten umgebaut, eine Frau führt dort nun die Aufsicht, jeweils zwei Schüler helfen ihr dabei – "damit die Toiletten so bleiben, wie sie jetzt sind", sagt Alois Moritz.
Ein Blick an die gegenüberliegende Wand des Gebäudes zeigt: Eine weitere Außentoilette, in der Vergangenheit als Lagerraum genutzt, ist nun zu einem Arbeitszimmer geworden. "Wir wünschen uns, dass die danebenliegende auch noch umgearbeitet wird", machte der Schulleiter deutlich, dass trotz der hohen Investitionen durch die Stadt sowie mithilfe von Fördermitteln des Landes noch immer etwas zu tun ist. Weitere Neuerungen gibt es im Innern des Schulgebäudes: Die ehemalige Hausmeisterloge beherbergt nun das "BOB", das Berufsorientierungsbüro, an dem etwa Mitarbeiter der Arbeitsagentur oder des Internationalen Bundes mit den Schülern über ihre Zukunft sprechen können.
Etwa 700 000 Euro sind in die komplette Neugestaltung des Sportplatzes geflossen. Nicht ohne Stolz zeigte Alois Moritz die Anlage, die nach der monatelangen Großbaustelle hinter dem Schulgebäude nun ab dem Frühjahr genutzt werden kann. Felder für Fußball und Handball sind zu sehen, eine Laufbahn, ein Beachvolleballfeld und eine Hoch- und eine Weitsprunganlage. Moritz: "An der Nutzung nach Schulschluss haben die Ärzte des Krankenhauses sowie Vereine bereits Interesse bekundet."
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