Dormagen (NGZ). In der Diskussion um den angestrebten Bau der Ringerhalle schaltet sich die Zentrumspartei ein. Obwohl der Rhein-Kreis Neuss die Restfinanzierung für den Bau der Halle in Nievenheim in Höhe von 60 000 Euro vorgeschlagen hatte, hatte der Rat in Dormagen den Bau aufgrund der Haushaltslage abgelehnt. "Bedauerlich" findet das Gerhard Woitzik vom Zentrum. Mit dieser Entscheidung habe die Koalition den sportbegeisterten Bürgern einen Schlag ins Gesicht versetzt.
Das "Nein" zur Ringerhalle bedeute gleichzeitig vermutlich das Aus für NRW-Sportleistungszentrum in der ansonsten stolz präsentierten Sportstadt Dormagen, sagte Woitzik weiter. "Nach dieser blamablen Entscheidung muss jetzt aber alles daran gesetzt werden, die Chance zur Errichtung des Sportleistungszentrums in Nievenheim wahrzunehmen."
Die Chancen für eine neue Ringerhalle in Dormagen stehen dennoch nicht schlecht. Grund: Die Mehrheit im Rhein-Kreis zieht das Thema an sich. Inzwischen haben CDU und FDP gemeinsam beantragt, dass der Kreisausschuss sich auf seiner Sitzung am 21. April mit der Ringerhalle befasst. Gleichzeitig haben die Fraktionsvorsitzenden Dieter Welsink (CDU) und Bijan Djir-Sarai (FDP) die Kreisverwaltung aufgefordert, "ein entscheidungsreifes Konzept vorzulegen, in welcher Form und unter welchen Rahmenbedingungen die Ringerhalle in Dormagen durch den Rhein-Kreis errichtet werden kann". Es gehe darum, den Standort Dormagen als internationales Aushängeschild für den Frauen-Ringersport zu erhalten und die Arbeit des AC Ückerath zu unterstützen. Das Land NRW will den 600 000 Euro teuren Hallenbau zu 80 Prozent bezuschussen.
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