Neues Denkmalschutzkonzeptes wieder aufgerufen (NGZ). Dormagen Die Stadt hat ein Schutzkonzept für die 166 erfassten Denkmäler im Stadtgebiet vorgelegt. Das Ziel: Das Bewusstsein für alte Baustrukturen zu schärfen. Auch die Zukunft der Zollfeste soll wieder auf die Tagesordnung.
Seit Mitte Januar dieses Jahres hat Jürgen Waldeck sein Büro in der Zonser Altstadt. Für den Denkmalschutzbeauftragten der Stadt Dormagen sind die Wege damit kürzer geworden. Denn die überwiegende Zahl der insgesamt 166 erfassten Denkmäler im Dormagener Stadtgebiet sind innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern. Deshalb spielt Zons auch im jetzt vorgelegten Denkmalschutzkonzept eine herausragende Rolle. In keinem anderen Dormagener Stadtteil sehen so viele ehrenamtliche Denkmalpfleger nach dem Rechten. Und in keinem anderen Stadtteil könnte das neue Denkmalschutzkonzept so große Auswirkungen haben wie in Zons. Denn ein wichtiges Ziel, das für die Zeit ab 2010 formuliert wird, soll die Aufstellung einer Denkmalbereichssatzung der Stadt Zons sein. „Wir wissen, dass das mit Diskussionen verbunden sein wird“, sagt Waldeck. „Aber wer sich in Dormagen mit der zukünftigen Entwicklung des Denkmalschutzes befasst, kann dieses Thema nicht einfach aussparen.“
Denkmalsatzung
Was genau in einer Denkmalbereichssatzung für die Zonser Altstadt geregelt werden könnte, soll in den nächsten Monaten diskutiert werden. Einheitliche Vorgaben sind unter anderem für die Architektur für Neu- und Anbauten, für die Fassadengestaltung der Häuser, für Fensterfronten und Hauseingänge denkbar.
Warmlaufen will sich Jürgen Waldeck mit Vorhaben, die deutlich weniger Zündstoff bergen. Bislang seien alle Denkmäler nur als Karteikarten erfasst. Das sei nicht mehr zeitgemäß. Deshalb sollen die 166 Denkmäler - vom kleinen Wegekreuz bis zur großen Klosteranlage Knechtsteden - fotografiert, digital erfasst und verwaltet werden. So werde es auch leichter, die Wartung und den Sanierungsbedarf der alten Schätzchen im Blick zu behalten. Der nächste Schritt sei eine Prioritätenliste, aus der hervorgeht, in welche Denkmäler in den nächsten Jahren wie viel Geld gesteckt werden muss, um sie zu sichern. „Dabei schlägt natürlich die Sanierung der Mühle in Zons ganz anders zu Buche als beispielsweise Wegekreuze, bei denen die Inschrift verwittert ist“, sagt Waldeck. So seien bei vielen kleinen Denkmälern keine großen Summen erforderlich, um sie wieder in einen attraktiveren Zustand zu versetzen. Ein Beispiel: Das Kriegerdenkmal am Lindenkirchplatz in Straberg sei nicht mehr zugänglich, weil die Stufen auseinandergebrochen sind.
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