Förderverein kann Angebot nicht länger finanzieren (NGZ). Nach über 25 Jahren stellt der Förderverein Jugendarbeit Straberg die Fahrten mit dem Schlittschuhbus ein. Vergangene Saison hatten noch rund 500 Kinder das Angebot in Anspruch genommen. Der Bus fuhr im Winterhalbjahr stets nachmittags von der Alten Schule in Hackenbroich ab, machte Station in verschiedenen Stadtteilen Dormagens und brachte die Kinder zur Eishalle im Südpark nach Reuschenberg.
Bis 20 Uhr wurden sie dann von Mitgliedern des Vereins ehrenamtlich betreut. Die Vorsitzende des Fördervereins, Margret Steiner, nannte als Grund für die Einstellung des Schlittschuhbusses Finanzierungsprobleme. Zuletzt kosteten den Verein die Fahrten etwa 3.550 Euro, davon entrichteten die Teilnehmer insgesamt etwa 1.700 Euro und die Stadt zahlte einen Zuschuss von 500 Euro. "Wir haben jetzt ein Defizit von 1.349 Euro. Diese Summe können wir nicht mehr aufbringen", erklärt sie.
Die Zuschüsse der Stadt müssten erhöht werden, um die Rückstände für die Fahrten zu bezahlen. Ungerecht findet sie, dass andere Jugendeinrichtungen wie Abenteuerspielplätze "bevorteilt" würden. "Der Schlittschuhbus war ein gutes Freizeitangebot für die gesamte Stadt und auch für die Eltern sehr hilfreich", sagt sie.
Ein weiteres Problem des Vereins: Die Spendenbereitschaft habe in jüngster Zeit stark abgenommen. Vor einigen Jahren konnten sogar sieben Busse finanziert werden, zuletzt war es, aber auch bedingt durch sinkende Nachfrage, nur noch einer. sz
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.