Dormagen (NGZ). Dormagen In Dormagen wird ein Schulfonds eingerichtet, aus dem Projekte bezahlt werden, um Kindern aus sozial schwächeren Familien mehr Chancen zu ermöglichen. Aber auch Hochbegabte sollen unterstützt werden.
Sitzbleiben abschaffen. Das wäre an den Schulen in Dormagen die Traumvorstellung von Ellen Schönen-Hütten, der Leiterin des Fachbereichs Schulen im Dormagener Rathaus. „Vielen Schülern bringt es nichts, eine Klasse zu wiederholen“, sagt sie. „Sie bringen noch schlechtere Leistungen, weil sie abschalten und zum Teil unterfordert sind.“ Schüler mit Problemen müssten früher und individueller gefördert werden, bevor sie Gefahr laufen, nicht versetzt zu werden. Diese Förderung ist ein Projekt, das in Zukunft aus dem Dormagener Schulfonds finanziert werden soll. Die SPD hat beantragt, diesen neuen Topf einzurichten - und im kommenden Jahr zunächst mit 20 000 Euro auszustatten.
„Wir wollen Schulen unterstützen, die eine Vorreiterrolle bei der individuellen Förderung von Schülern übernehmen“, sagt die schulpolitische Sprecherin der SPD, Birgit Burdag. Dazu gehöre, die Quote der Abgänger ohne Schulabschluss und der Wiederholer zu verringern, aber auch, Angebote für Hochbegabte bereit zu stellen. „Ich bin vom Leiter einer Grundschule angesprochen worden, ob wir einen Zuschuss zur Fortbildung einer Lehrerin geben können, die hochbegabte Kinder fördern will“, sagt Schönen-Hütten. „Das können wir bis jetzt nicht, aber das soll sich durch den Schulfonds ändern.“
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