Dormagen (NGZ). Dormagen Die Stadt und die Bahn machen noch in diesem Jahr Nägel mit Köpfen: Gestern trafen sich Hans-Gerd Knappe vom Fachbereich Wirtschaftsförderung und Liegenschaften sowie Thomas Lennertz von der BahnEntwicklungsGesellschaft zu einem wichtigen Termin in einem Neusser Notariat. Inhalt der Verträge: Die Stadt kauft für 375 000 Euro den Dormagener Bahnhof sowie einige Flächen im Umfeld - insgesamt 15 200 Quadratmeter.
„Das ist der Startschuss zur Sanierung des Bahnhofs und des Umfeldes“, ordnet Bürgermeister Heinz Hilgers den Deal ein. Die Bahnsteige und Bahnanlagen bleiben im Eigentum der Bahn.
Jetzt soll es voran gehen mit der Aufwertung des heutigen Schandflecks. Lennertz, Geschäftsführer der BEG: „Wir werden einen Investorenwettbewerb ausschreiben.“
Das soll bereits Anfang kommenden Jahres geschehen. Lennertz und Projektleiter Carsten Kirchhoff gehen davon aus, dass unter Investoren reges Interesse an dem Standort besteht. Kirchhoff: „Mit rund 6000 Fahrgästen am Tag und der Nähe zu den Wohngebieten in Horrem ist das ein attraktiver Standort.“
Susanne Marenberg, Fachbereichsleiterin Städtebau im Rathaus, hat bereits erste Ideenskizzen entwickelt, in welche Richtung sich ein neuer Bahnhof entwickeln könnte. Beeindruckt von den bisherigen BEG-Sanierungsobjekten war sie vor allem von dem Bahnhof in Bottrop: Unter einem großen Dach finden einzelne Gebäude mit unterschiedlichen Nutzungen statt wie der vertraglich zugesagte persönliche Fahrkartenverkauf, die Taxizentrale, ein Kiosk, ein Bistro und ein Geschäft für Reisebedarf. Marenberg: „Das wäre eine städtebaulich markante Lösung, die gleichzeitig die nötige Transparenz bietet, um den Bahnhof und sein Umfeld sicherer zu machen.“
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