Dormagen (NGZ). Die Stadt Dormagen will mögliche Anträge von Wirten auf mehr Straßengastronomie "wohlwollend" prüfen. Zwar könne die Stadt die Plätze der Außenbewirtung auf Plätzen und größeren Wegen nicht selbst ausweiten, aber neue Anträge würden gerne gesehen, sagt Stadtsprecher Jürgen Mrohs. Schon in den vergangenen Jahren sei die Zahl der vermieteten Flächen angestiegen. Aber "noch nicht jeder, der könnte, hat einen Antrag gestellt".
20 000 Euro im Jahr verdient die Stadt Dormagen mit den Gebühren durch die Sondernutzung von Verkehrsflächen. Diese Summe ist zwar in den vergangenen Jahren gleich geblieben. Doch die Gebühren sind gesunken, was sich durch die Ausweitung der Straßengastronomie erklärt. Grundsätzlich sind alle Gehweg-Flächen in Dormagen für Stühle und Tische von Gaststätten freigegeben. Nur müssen die Gehwege immer noch von Spaziergängern und Rollstuhlfahrern genutzt werden können. "Die allgemeine Nutzung darf nicht beeinträchtig werden", sagt Jürgen Mrohs. Das bewertet das Ordnungsamt, eventuelle Aufbauten wie Zelte und Markisen überprüft das Bauamt.
Fünf Euro pro Quadratmeter
In stark frequentierten Zonen wie etwa der Kölner Straße oder der Altstadt Zons kostet der Quadratmeter fünf Euro im Monat – oder der Wirt bezahlt gleich für eine ganze Saison 30 Euro pro Quadratmeter. Im übrigen Stadtgebiet kostet das Recht auf Außengastronomie 1,25 Euro pro Quadratmeter und Monat beziehungsweise acht Euro pro Quadratmeter und Saison.
Der Trend geht in Dormagen zu ganzjähriger Außengastronomie. Im "Cafeserie" am Rathausplatz beispielsweise werden in der kalten Jahreszeit Decken verteilt. "Da wir ein Nichtraucherlokal sind, gehen die Raucher das ganze Jahr über nach draußen, wenn sie Lust auf eine Zigarette haben", sagt Kellnerin Nina Schardt.
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