Dormagen (NGZ). Dormagen So sieht in der deutschen Wirtschaft angesichts von Finanz- und Wirtschaftskrise ein Sechser im Lotto aus: Während alle jammern, jubelt der Chempark Dormagen. Jetzt ist es amtlich: Dort wird die neue TDI-Anlage (Toluylen-Diisocyanat) gebaut.
Eine Investition von annähernd 200 Millionen Euro. Es wird die einzige Anlage ihrer Art in Europa werden. Die Kapazität in Dormagen wird von 110 000 auf rund 300 000 Jahrestonnen erhöht. Für Chempark-Leiter Dr. Walter Leidinger ein großer Erfolg für den Standort: „Wir haben uns gegenüber starker Konkurrenz der Chemparks untereinander durchgesetzt.“
Eines ist ihm dabei ganz besonders wichtig: „Die neue Anlage weist eine langfristige Perspektive für den Chempark auf.“ Die TDI-Anlage soll ab dem Jahr 2010 in unmittelbarer Nähe der Vorproduktlieferanten entstehen und 2013 den Betrieb aufnehmen.
TDI ist ein Vorprodukt für die Herstellung von Polyurethanen und wird ins besondere in Polstermöbeln, Matratzen, Autositzen verwewendet, um nur einige der Anwendungen zu nennen. Der Bereich der gesamte Polyurethane macht im Umsatz von Bayer-Material-Science von 10,4 Milliarden Euro mehr als die Hälfte aus.
Für Dieter Kuhne, Leiter der TDI-Anlage im Chempark, liegt der Erfolg des Standortes Dormagen vor allem in „harter Arbeit“. In Dormagen werde seit fast 45 Jahren das Know-How für die TDI-Produktion gebündelt. Kuhne: „Seit 1964 wird im Chempark TDI produziert, und seit den frühen achtziger Jahren werden neue Verfahren erforscht.“
Die Produktion lief im übrigen all die Jahre ohne einen einzigen Zwischenfall, der eine Gefahr für die Bevölkerung heraufbeschworen hätte. Kuhne: „Sicherheit für die Mitarbeiter und Nachbarn ist für uns oberstes Gebot.Kein Erfolg ist den Preis der Gesundheitsgefährdung wert.“
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