Galerie Theater zieht Jahres-Bilanz (NGZ). Auf ein erfolgreiches Theater-Jahr mit einem neuen Aufführungsort kann das Galerie Theater Zons zurück blicken. Nachdem im März im Bullenstall das zehnjährige Bestehen mit einer Theaternacht gefeiert worden war, folgte der erste Theatersommer in der neuen Theaterscheune im Kloster Knechtsteden. "Gleich im ersten Jahr ist die Theaterscheune Knechtsteden vom Publikum überaus gut angenommen worden", erklärte Theaterleiter Hans Willi Schmidt in seinem Jahresbericht bei der Jahreshauptversammlung des Galerie-Theaters.
Insgesamt 2.897 Zuschauer wurden bei den mehr als 40 Veranstaltungen gezählt. Davor hatte aber erst einmal jede Menge Arbeit gestanden. Hans Willi Schmidt und sein Team mussten die alte, im Zuge der Euroga 2002 plus restaurierte Scheune für Theateraufführungen herrichten, die natürlich ganz andere Möglichkeiten bietet als das kleine Theater in Zons. Eine Drehtribüne wurde beschafft, die "ausgefallene szenische Effekte" zulässt. Bereits bei der Eröffnung der Theaterscheune im Rahmen der zweiten Theaternacht war "die Halle rappelvoll".
Von Ende Juni bis Mitte September folgte der Theatersommer. Im Auftrag des städtischen Kulturbüros hatte Schmidt das Programm mit 19 Bühnenproduktionen zusammen gestellt. Einige Anfangsschwierigkeiten mussten überwunden werden: Bei ersten Veranstaltungen wurde es einigen Besuchern ungemütlich kalt. Eine Aufführung wurde ganz abgesagt, weil eine Parallelveranstaltung im Hof des Kulturzentrums den Auftritt der Schauspieler unmöglich machte. Doch der Erfolg überwog, Hans Willi Schmidt zieht zufrieden Bilanz: "Die Scheune bietet optimale Bedingungen für die Realisierung der unterschiedlichsten Inszenierungen."
Natürlich war auch das Ensemble aus Zons viele Male auf der Bühne zu sehen, etwa bei der Gemeinschaftsproduktion "Lysistrata": Regisseur Hans Willi Schmidt holte für den musikalischen Teil den Chor "Da Capo" mit Horst Herbertz und für die Gestaltung des Bühnenbildes den Kunstverein Galeriewerkstatt um Margarethe Nowak mit ins Boot. Bei einem Theatersommer soll es nicht bleiben: Zurzeit bereiten Hans Willi Schmidt und das Kulturbüro die zweite Auflage von Ende Juli bis September vor. cs
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