Dormagen (NGZ). Die Zonserin Helga Scholten organisiert in diesem Jahr zum 25. Mal den Matthäusmarkt. Sie ist das Herz des Zonser Heimat- und Verkehrsvereins. Seit 1964 ist Scholten zusammen mit ihrem Mann Helmut in Zons aktiv.
Sie ist schmal geworden – die 67 Lebensjahre hinterlassen ihre Spuren. Doch alleine das Wort "Matthäusmarkt" elektrisiert Helga Scholten wie eh und je. Sie ist Herz und Seele der größten Zonser Veranstaltung. Mit 150 Handwerkern und Ausstellern hat sie in den vergangenen Monaten gesprochen, ihr Mitstreiter Manfred Oberrem hat die Verträge in Schriftform gegossen. Am 18. und 19. September präsentiert sie dann das Ergebnis: 150 Stände in der Zonser Altstadt, darunter 20 Neue. Ihr Motto bei der Auswahl der Anbieter: Klasse geht vor Masse. Viele Anbieter sind Hobby-Künstler und -Anbieter. "Bei den Preisen nehmen wir darauf Rücksicht."
Bauarbeiten
Im Rahmen der Regionale 2010 wird die Parkanlage von Burg Friedestrom neu gestaltet.
Derzeit finden auf dem Gelände des Kreis-Kulturzentrums umfangreiche Bauarbeiten statt. Die Mauer der Burganlage wird aufwändig saniert
Auch die Grünanlage am Kulturzentrum wird umgestaltet.
Der Handel und Wandel ist Helga Scholten in die Wiege gelegt. 1942 in Nettetal an der holländischen Grenze geboren, absolvierte sie nach der Schule eine Ausbildung zur Kauffrau und Dekorateurin. Heute profitiert sie davon. Der Heimat- und Verkehrsverein war lange Jahre das Ding der Scholtens. Helga Scholtens Mann Helmut (73) war bis zu seiner schweren Krankheit der Kopf des Verkehrsvereins. 1964 waren die Scholtens nach Zons gekommen. Helmut Scholten folgte dem damals frisch ernannten Stadtdirektor Artur Elicker in die Zollfeste. Beide hatten zuvor eng miteinander in der Kreisverwaltung Kempen gearbeitet und in einem Büro gesessen. "Den Wechsel nach Zons haben wir nie bereut", sagt Helga Scholten.
Die Scholtens wurden in Zons heimisch, Helmut Scholten war Multi-Funktionskraft zunächst in der Stadt Zons, ab der Kommunalen Neugliederung 1975 bei der Stadt Dormagen. Für beide war der Kern ihrer Interessen das Wohl der Zollfeste, ihre Märkte und Veranstaltungen. Daneben kümmert sich die Mutter von zwei Töchtern und einem Sohn und Großmutter zweier mittlerweile erwachsener Enkel vor allem um Haus und Garten.
Vor einiger Zeit sah es so aus, als würde der Matthäusmarkt in Gefahr geraten. Die Bauarbeiten rund um das Museum ließen Schlimmstes befürchten. Doch die Scholtens und ihre Mitstreiter im Heimat- und Verkehrsverein besannen sich auf ihre Kreativität. Jetzt wird auch das Zwingergelände der Freilichtbühne als Ausstellungsfläche dienen. Das Eröffnungsspektakel, früher auf dem Museumsvorplatz, wird in diesem Jahr auf die Freilichtbühne verlegt – und wird dort in der Kulisse wohl gut zur Geltung kommen. Mit dabei beim Matthäusmarkt sind auch wieder die Düsseldorfer Lehensritter mit ihren mittelalterlichen Reiterspielen.
Es ist der 25. Markt, den Helga Scholten organisiert, bei den ersten fünf Auflagen war sie eher im Hintergrund. Gedanken ans Aufhören? "Solange ich noch fit bin, werde ich weiter für die Organisation des Matthäusmarktes bereitstehen."
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