Schützenhaus als Provisorium (NGZ). Stürzelberg Seit rund 15 Jahren gibt es keine Anlaufstelle für Jugendliche mehr in Stürzelberg. Diese Lücke wollen die Schützen mit einem neuen Angebot im Schützenhaus schließen - als Provisorium, bis die neuen Jugendräume fertig sind.
Auf den ersten Blick sind die Räume im Untergeschoss des Schützenhauses wirklich nichts Besonderes: ein bisschen Partykeller-Atmosphäre, ein Kicker, ein Darts-Brett, eine Theke, eine Musikanlage, Tische und Stühle, ein paar Gesellschaftsspiele. Für die Jugendlichen in Stürzelberg sind sie jedoch etwas Besonderes. Denn sie haben haben nach rund 15 Jahren endlich wieder eine Anlaufstelle im Ort. Räume, in denen sie willkommen sind und in denen sie sich unverbindlich verabreden können, um zu spielen oder eben einfach nur zusammen Zeit zu verbringen. „Da können wir einfach hingehen und Musik hören, das gab es bis jetzt nicht, und das finde ich gut“, sagt Dominik (12).
„Wir wollten nicht länger warten, wir wollten jetzt etwas machen“, sagt Wilfried Bordelius, Brudermeister der St. Aloysius-Schützenbruderschaft in Stürzelberg. Deshalb haben die Schützen gestartet, was eigentlich noch gar nicht startreif war. Denn der im vergangenen Jahr gegründete „Förderverein Jugendarbeit Stürzelberg“, an dem neben den Schützen auch örtliche Sportvereine, die Kirche und Privatpersonen beteiligt sind, will offiziell erst mit der neuen Jugendarbeit im Ort loslegen, wenn geeignete Räume zur Verfügung stehen. Sie sollen in einer neuen Sporthalle entstehen, die neben dem Einkaufszentrum geplant ist. „Bis diese Einrichtung wirklich steht, sehe ich aber noch einen Zeitraum von vier Jahren, deshalb haben wir uns für dieses Provisorium entschieden, um überhaupt irgendein offenes Angebot für junge Menschen in Stürzelberg zu haben“, erklärt Bordelius. Diese „Übergangslösung“ gebe dem Förderverein gleichzeitig die Möglichkeit, sich schon einmal mit dem inhaltlichen Konzept auseinander zu setzen. „Wir möchten die anderen Mitglieder des Fördervereins nach und nach in unsere Arbeit hier einbinden“, sagt der Brudermeister. Denn bereits jetzt hätten die rund 25 Jugendlichen, die dienstags und mittwochs regelmäßig kommen, den Wunsch geäußert, dass die Räume häufiger geöffnet sind. „Das können wir allein ja gar nicht leisten“, sagt Bordelius.
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