Dormagen (NGZ). Dormagen Mit 8105 Unterrichtsstunden startet die Volkshochschule im Februar das neue Semester. Das sind vier Prozent mehr als noch im Herbst. Die Nachfrage ist groß und die Verantwortlichen scheinen zu wissen, was gerade angesagt ist.
Jammern auf hohem Niveau kommt für Claudia Stawicki nicht in Frage. Denn die Leiterin der Volkshochschule (VHS) Dormagen bleibt lieber bei der Wahrheit: „Uns geht es gut!“ Mit zurückgehenden Teilnehmerzahlen hat die Einrichtung nicht zu kämpfen - eher im Gegenteil.
Gefragt sind vor allem Deutsch-Kurse, Seniorenangebote und alles rund um das Thema Gesundheit. „Und dieser Nachfrage nehmen wir uns natürlich an“, so Stawicki gestern bei der Vorstellung des neuen Programms.
Ein Blick auf die 364 Kurse verrät: Die Nachfrage und die Inhalte hängen sehr stark mit gesellschaftspolitischen Veränderungen zusammen, beispielsweise der Gesundheitsreform. „Die Gesundheit spielt für viele jetzt eine viel größere Rolle, da die Menschen bei Behandlungen mehr zuzahlen müssen“, weiß die VHS-Leiterin. „Und deswegen setzen sie sich verstärkt mit diesem Thema auseinander.“
Angeboten werden ab dem Semesterstart am 9. Februar sowohl klassische Kurse zu Entspannungstechniken als auch Vorträge wie „Der Darm - die teuerste Straße der Welt“ oder „Arzneimittel in unserer Gesellschaft“, in denen es um Ursachen von Krankheiten und Tipps zum richtigen Umgang mit Medikamenten geht.
Ebenso profitiert die VHS von dem seit 2008 notwendigen Einbürgerungstest, der bundesweit bisher nur an Volkshochschulen möglich ist. „Aber generell sind Deutsch-Kurse sehr gefragt und wir haben Wartelisten“, sagt Claudia Stawicki. Dagegen sinke im Bereich Französisch die Nachfrage, während Spanisch von Semester zu Semester beliebter wird.
„Wir bieten ab Februar insgesamt 95 Sprachkurse an, sowohl vormittags als auch abends.“ Darunter ist auch erstmals ein Englisch-Kursus für Jugendliche ab 16 Jahren, der jedoch keine Konkurrenz für Nachhilfe-Institute sein soll, sondern für Schüler gedacht ist, die einfach etwas mehr Englisch sprechen wollen, als es in der Schule häufig möglich ist.
Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.
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