Dormagen (NGZ). Die Genossenschaftsbank mit Sitz in Dormagen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und schüttet sechs Prozent Dividende aus. Willy Schlömer aus Hackenbroich ist neu im Aufsichtsrat.
Die Zeiten im Bankgeschäft sind rau. Finanz-, Wirtschafts-, Bankenkrise. Da sehnen sich die Bürger nach Überschaubarkeit, persönlichen Kontakten, Vertrauen im Umgang mit dem kleinen und großen Geld. Das ist die Chance der VR Bank. Mit einer Bilanzsumme von knapp 422 Millionen Euro – 2,1 Prozent mehr als 2008 – zählt die Genossenschafts-Bank mit Sitz in Dormagen und 13 Geschäftsstellen im Neusser Süden, in den Dormagener Stadtteilen, in den Rommerskirchener Dörfern und den Ausläufern von Grevenbroich zu den überschaubaren Banken. Ihr großes Plus zeigte Vorstandsvorsitzender Theodor Siebers bei der Vertreterversammlung im Dormagener Schützenhaus auf: "Die persönliche Beziehung zum Kunden." Zwar halte auch die VR-Bank die wichtigste Technik für den Kunden wie Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und Online-Banking vor – "doch die Stärke liegt in der persönlichen Ansprache der 144 Mitarbeiter", so Siebers. "Das schafft Vertrauen."
Seniorenwohnungen
Die VR Bank plant, sich auf dem Gebiet der Eigentumswohnungen für Senioren in der Dormagener Innenstadt zu engagieren.
Dabei sucht sie in der Innenstadt Grundstücke, die sich dafür eignen könnten. Die VR Bank sieht einen großen Bedarf dafür.
Trend zu Spareinlagen
Die Einlagen bei der VR Bank stiegen um 11 Millionen auf 346 Millionen Euro, das Eigenkapital von 33,3 auf 37,2 Millionen Euro. Siebers: "Dabei hält der Trend zu Spareinlagen insbesondere zum Wachstum- und Mehrzinssparen sowie zu Tagesgeldern an." Die VR Bank bedient damit ein eher konservativ vorsichtiges Klientel –riskante und brisante Anlagen sind nicht ihr Ding. Die Forderungen an Kunden und Mitglieder betrugen 280,5 Millionen Euro. Deutlich angestiegen ist auch das Provisionsgeschäft mit den Partnern der Volks- und Raiffeisenbanken.
Auch das Betriebsergebnis ist mit 19,4 Millionen Euro leicht geringer ausgefallen als vor Jahresfrist – vor allem wegen geringerer Sach- und Personalkosten. Auf der anderen Seite stehen ein gestiegener Zinsüberschuss und ein sehr gutes Provisionsergebnis – bei einzelnen Mitarbeitern eines der besten bundesweit im Verbund der Genossenschaftsbanken.
Von dem Überschuss von 784 000 Euro zahlt die VR-Bank eine Dividende von sechs Prozent. "Eine ordentliche Rendite in der heutigen Zeit", so Aufsichtsratsvosrsitzender Hans-Josef Schlömer. Die 140 Vertreter quittierten dies mit weitgehend einstimmigen Beschlüssen.
Nach 24 Jahren scheidet Manfred Bebber aus dem Aufsichtsrat aus. Für ihn wählte die Versammlung Willy Schlömer aus Hackenbroich als Nachfolger. Um ihre Kundenpräsenz auch in den kleinen Ortschaften zu garantieren, setzt die VR Bank auf den Einsatz mobiler Geschäftsstellen. Den Anfang macht in Kürze Hoeningen – 200 000 Euro kosten die mit Bankservice ausgestatteten Fahrzeuge.
Siebers und Schlömer verkündeten auch Zukunftsmusik. Möglicherweise wird die Bank in ihren Geschäftsstellen auch Post-Dienstleistungen anbieten." Die Ver sammlung stellte dafür mit einer Satzungsänderung die Weichen.
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