Keine Behinderungen an Ferienwochenenden (NGZ). Von Carsten Sommerfeld Die Bagger kommen wieder - bis zum Ende des Jahres wird die A 57-Fahrbahn ab der Raststätte Nievenheim Richtung Neuss saniert . Nun soll endlich auch die Fahrbahn in Fahrtrichtung Dormagen ihre oberste Deck e erhalten. Schon Anfang 2006 geht es Richtung Köln weiter.
Rot-weiße Baken, gelbe Fahrbahnmarkierungen, schmale Fahrspuren und andere Begleiterscheinungen von Baustellen waren in den vergangenen Jahren ein vertrautes Bild auf der A 57 in Dormagen - und kommen nun wieder. „Am Ende der Ferien richten wir eine Baustelle ab der Autobahn-Raststätte Nievenheim bis zum Autobahnkreuz Neuss-Süd ein“, erklärt Jochen van Bebber beim Landesbetrieb Straßenbau NRW in Krefeld auf Anfrage der NGZ. An den stauträchtigsten Ferienwochenenden soll es keine Behinderungen geben, aber dann rollen die Bagger für den vierten Teil der Sanierung auf Dormagener Gebiet an. „Nach rund 30 Jahren ist die Fahrbahn einfach abgewirtschaftet, muss komplett erneuert werden“, begründet van Bebber. In den vergangenen Jahren hatte der Landesbetrieb bereits die Fahrbahn zwischen Neuss-Süd bis Dormagen und in Gegenrichtung von der Autobahnaufffahrt Dormagen bis Nievenheim erneuert. Um Autofahrern nicht zu lange Baustellen zuzumuten, wurde das Projekt in vier Abschnitte gegliedert. „Die Autos werden auf die andere Fahrbahnseite geleitet und fahren dort in einer so genannten 4 : 0-Führung.“
Dormagener Autofahrer sind das längst gewohnt. Sie kennen auch die Baumaschinen, die auf einigen Abschnitten die Betonfahrbahnen zerkleinern - im Fachjargon „entspannen“ - und eine neue Decke auftragen. „Der Fahrbahnaufbau wird heute mit 60 bis 70 Zentimetern wesentlich dicker als vor 30 Jahren.“ Als Fertigstellungstermin nennt Jochen van Bebber den Dezember dieses Jahres. Der ursprüngliche Zeitplan ist längst passé: Eigentlich sollte der vierte Abschnitt bereits bis Ende 2004 saniert werden. Doch beim vorigen Bauabschnitt habe es Verzögerungen gegeben, „und in den Wintermonaten wollen wir solche Baustellen möglichst nicht einrichten“. Zu einer zusätzlichen Verzögerung kam es laut van Bebber, weil wegen eines gestiegenen Kostenvolumens ein „neues Genehmigungsverfahren“ notwendig gewesen sei. Ursache dafür seien zusätzlich eingeplante Maßnahmen mit Blick auf den sechsspurigen Ausbau der A 57 - beispielsweise der Bau eines neuen Betonschutzes auf dem Mittelstreifen und die Mittelstreifen-Entwässerung.
Insgesamt kostet die Fahrbahnsanierung einschließlich des weiteren Abschnitts bis Norf rund 27,5 Millionen Euro. Die „runderneuerte“ Fahrbahn ist bereits so angelegt, dass beim Ausbau auf sechs Spuren oft nur eine neue Standspur angefügt werden muss. Frühester Beginn des Ausbaus ist laut van Bebber 2009. „Wir bereiten zurzeit die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren vor.“ Endlich ihren „letzten Schliff“ erhalten soll im Zuge des vierten Bauabschnittes die Fahrbahn zwischen Neuss-Süd bis Dormagen in Fahrtrichtung Köln. Nachdem die Bagger dort abgerückt waren, hatten genervte Autofahrer sich über Unebenheiten, Rillen und rumpelnde Fahrgeräusche beschwert, Pfusch am Bau befürchtet. Die Autos rollen dort aber auf der Binderschicht und noch gar nicht auf der eigentlichen Fahrbahndecke - die will der Landesbetrieb erst gegen Schluss aufbringen. „Die 4 : 0 Führung auf einer Autobahnseite wird mit gelben Markierungen gekennzeichnet, die nach Abschluss der Arbeiten abgefräst werden.
Dann können so genannte Phantom-Markierungen zurück bleiben, die Autofahrer verwirren“,so van Bebber. Mit einer Spezial-Behandlung wurde vor einiger Zeit die Griffigkeit der Binderschicht verbessert. Für die neue Decke seien nur kurze Baustellenzeiten - etwa übers Wochenende - erforderlich. Eine Atempause danach ist den Autofahrern aber nicht vergönnt, weitere Baustellen kündigen sich schon an: Nördlich des Autobahn-Kreuzes Köln-Nord saniert der Landesbetrieb Straßenbau - zuständig ist dort die Kölner Niederlassung - zurzeit ebenfalls die Fahrbahn. „Anfang 2006 setzen wir die Arbeiten zwischen Worringen und der Anschlussstelle Dormagen fort - zunächst Richtung Dormagen, dann in Gegenrichtung“, erläutert Niederlassungsleiter Uwe Dewes. Der Verkehr solle aber weiter auf vier Spuren laufen. Voraussichtlich im August 2006 rücken die Bagger wieder ab.
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