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Heimleitung & Diakonisches Werk ziehen erste Bilanz: „Wir sind im Ort angekommen“

VON PETRA SCHIFFER - zuletzt aktualisiert: 05.03.2009 - 21:28

Heimleitung & Diakonisches Werk ziehen erste Bilanz (NGZ). Horrem Vor einem Jahr zogen die ersten Bewohner ins Seniorenzentrum Markuskirche ein. Das Projekt war in Horrem lange Zeit aus unterschiedlichen Gründen umstritten. Heimleitung und Diakonisches Werk ziehen eine erste Bilanz.

Heimmitarbeiterin Kirsten Neffgen betreut eine Bewohnerin des Seniorenzentrums 
Markuskirche in Horrem. Die 80 Plätze des Heims in Horrem sind seit Juli 2008 
ausgebucht. Eine Warteliste gibt es nicht.  Foto:  H. Jazyk
Heimmitarbeiterin Kirsten Neffgen betreut eine Bewohnerin des Seniorenzentrums Markuskirche in Horrem. Die 80 Plätze des Heims in Horrem sind seit Juli 2008 ausgebucht. Eine Warteliste gibt es nicht. Foto: H. Jazyk

Viele der rund 2000 evangelischen Christen in Horrem waren enttäuscht, traurig und verärgert. Das gibt Pfarrer Frank Picht offen zu. Der Abriss der Markuskirche war von vielen Tränen begleitet, der anschließende Bau des Seniorenzentrums Markuskirche von vielen kritischen Kommentaren: Mitglieder der evangelischen Kirche im Ort verloren ihren Glaubensmittelpunkt, viele ehrenamtlichen Gruppen ihre Räume, die Jugendlichen mit dem Café Flair ihr Anlaufstelle in Horrem - und die Anwohner befürchteten zusätzlichen Verkehr und Parkplatzchaos. Ein Jahr nach dem Einzug des ersten Bewohners in das Seniorenheims der Diakonie haben sich Wogen nach Einschätzung von Bernd Gellrich, Sprecher des Vorstandes des Diakonischen Werkes im Rhein-Kreis Neuss, geglättet. „Vorbehalte sind abgebaut, Befürchtungen nicht bestätigt worden“, betont er. „Wir sind im Ort angekommen und akzeptiert.“

Info

Seniorenzentrum

Das Seniorenzentrum Markuskirche hat 80 Plätze, die aktuell alle belegt sind. 55 Mitarbeiter sind in dem Heim beschäftigt, dazu kommen Dienstleister, die das Haus extern einkauft.

Dass der Bau des Seniorenzentrums in Horrem notwendig gewesen sei, bewiesen die Zahlen: Im März zog der erste Bewohner ein, bereits Mitte Juli des vergangenen Jahres sei das Haus voll belegt gewesen. „Das war für uns wichtig, denn je länger die Belegung dauert, desto teurer wird das Ganze“, erklärt Gellrich. „60 Prozent der alten Menschen mit einem Durchschnittsalter von 83 Jahren kommen aus Dormagen, von ihnen der größte Teil aus Horrem“, sagt Margot Vogt, Leiterin des Seniorenzentrums. Viele alte Menschen hätten sich außerdem für dieses Heim entschieden, weil ihre Familie im Umfeld wohne. Weitere Bewohner kämen aus Neuss, Rommerskirchen und Grevenbroich. Eine längere Warteliste habe die Einrichtung nicht. „Mit diesem Seniorenzentrum ist die Nachfrage in Dormagen für den Moment gedeckt“, sagt Gellrich. Nach einem Gutachten der Forschungsgesellschaft für Gerontologie von 2008 werde der Bedarf erst im Jahr 2015 wieder deutlich überschritten.

Weitere Berichterstattung am 6.März in der Freitagausgabe der NGZ.

Quelle: NGZ


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