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Nievenheim : Wo Dormagen wächst

VON MARCUS HAMMES - zuletzt aktualisiert: 29.10.2011

Nievenheim (NGZ). In Nievenheim lässt es sich gut wohnen und leben: Maria und Heinz Engels wohnen mit ihrer zehnköpfigen Familie im Stadtteil zwischen Delrath und Ückerath und fühlen sich dort pudelwohl. Der Ort zieht junge Familien an.

Die Freizeit lässt sich in Nievenheim gut verbringen. Dieser Meinung sind auch diese fünf Kinder der Kindertagesstätte Noni.  Foto:  Archiv Jazyk
Die Freizeit lässt sich in Nievenheim gut verbringen. Dieser Meinung sind auch diese fünf Kinder der Kindertagesstätte Noni. Foto: Archiv Jazyk

Für Maria Engels hat die Ruhe an der Nordstraße etwas Himmlisches. "Doch früher war es noch ruhiger", sagt sie. Die Entwicklung des Ortes begleiten sie und ihr Mann Heinz, die beide gebürtige Nievenheimer sind, bereits seit über 70 Jahren. Vor allem der Verkehr hat in dieser Zeit zusammen mit der Einwohnerzahl stark zugenommen. Dem Stadtteil sind die Engels dennoch treu geblieben – inklusive der gesamten Familie, die mittlerweile zehn Mitglieder zählt. Mit ihrer Heimat sind sie auch über das Brauchtum eng verbunden.

An der Nordstraße, wo Heinz Engels geboren wurde, lebt das Ehepaar zusammen mit Sohn Peter (46), dessen Ehefrau Doris und ihren beiden Söhnen Jan und Kai. Tochter Edeltrud (44) und ihr Mann Norbert wohnen mit ihren Kindern Theresa und Matthias ebenfalls in Nievenheim. "Edeltrud hat immer nur im Ort nach einem Haus gesucht. Damit der Weg zum Schützenfest nicht so weit ist", erklärt Maria Engels.

Die Familie Engels aus Nievenheim: Jan, Norbert, Edeltrud, Maria, Heinz, Peter, Doris (hintere Reihe), Jan, Theresa und Matthias bei der Goldenen Hochzeit, die Maria und Heinz Engels in diesem Jahr feierten. Foto: privat

Überhaupt spielt das Schützenwesen in ihrer Familie eine zentrale Rolle. Im nächsten Jahr gehört Heinz Engels der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Nievenheim seit 60 Jahren an. 18 Jahre lang war er Zugführer des Jägerzuges "Immergrün". 2007 feierten er und seine Frau Maria dann als Jägerkönigspaar beim Schützenfest mit. Sohn Peter ist längst in die Fußstapfen des Vaters getreten. Auch Heinz Engels Enkel Jan, Kai und Matthias sind begeisterte Schützen.

Dem 76-jährigen Heinz Engels hat es jedoch auch der Karneval angetan. "Ich habe viele Jahre in der Bütt und als Sänger auf der Bühne gestanden", sagt er. Noch immer gehört Engels den Ehrensenatoren der KG Blau-Weiß Nievenheim an. Ob Karneval oder Schützenfest: "Dort trifft sich die Dorfgemeinschaft. Das ist schön", erklärt Heinz Engels.

Auch wenn sich Nievenheim in den vergangenen Jahrzehnten rasant verändert habe, schätzen die Engels ihren Ortsteil. "Ich habe die Bahn, das Schwimmbad, Geschäfte zum Einkaufen und einen Optiker direkt im Ort", gibt Heinz Engels an und ergänzt: "ich brauche nicht nach Dormagen zu fahren, um einzukaufen. Ich fahre gerne Fahrrad und kann hier im Ort alles erreichen", stellt er die Vorzüge seines Stadtteils heraus. Auch Maria Engels fährt noch Fahrrad.

Gemeinsam mit ihrem Mann unternimmt die 71-Jährige lange Radtouren. "Wir fahren durch den Wald, entlang des Rheins und durch die Felder und Nachbarorte", erzählt sie. Allerdings geht die Reise für die Engels immer wieder auch über die Stadtgrenze hinaus. Zur Goldenen Hochzeit, die das Ehepaar in diesem Jahr feierte, flogen die Engels nach Kanada. Von dort aus ging es mit einem Schiff nach New York weiter. "Eigentlich wollten wir acht Tage in den Schwarzwald", sagt Heinz Engels. "Da es immer Heinz Traum war, einmal nach New York zu fahren, haben wir uns dann umentschieden", ergänzt seine Frau. Vor einigen Tagen kam zuletzt die gesamte Familie zusammen, um Geburtstag zu feiern – natürlich in Nievenheim.

Quelle: NGZ


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