Wechsel an der Spitze der WSD wird vorgezogen (NGZ). Von Chris Stoffels
Der Wechsel an der Spitze der Werbegemeinschaft Stadt Dormagen (WSD) wird vorgezogen: In einer Vorstandssitzung der WSD kündigte Vorsitzender Karl-Heinz Bajahr seinen Rücktritt an. In einer Mitgliederversammlung im September soll nun Andrea Lemke den Vorsitz übernehmen. Sie ist bislang einzige Kandidatin. "Es ist Zeit für einen Generationenwechsel." Bereits in der Mitgliederversammlung Ende Februar hatte sich Karl-Heinz Bajahr (57) bereit erklärt, das neu formierte Vorstandsteam noch für ein Jahr einzuarbeiten.
Dieses Vorhaben ist nach Angaben von Bajahr zügiger fortgeschritten als erwartet, er zieht seinen Rücktritt um ein halbes Jahr vor. In den nächsten Tagen wird er noch die Einladung für die nächste Mitgliederversammlung im September verschicken. Wichtigster Punkt der Tagesordnung: Neuwahlen des Vorstands. Der jetzt ins Augen gefasste Plan sieht vor, dass Andrea Lemke von ihrer Position als Bajahrs Stellvertreterin zurücktreten und damit den Weg frei machen wird für eine Kandidatur für die Spitze der WSD. Andrea Lemke gestern auf Anfrage der NGZ: "Ich kandidiere. Mich interessiert dieses Amt, und ich kann mit vorstellen, dass ich neue Ideen einbringen kann." Auch für die Position des neuen zweiten Vorsitzenden wurde bereits Gespräche geführt: Stephan Thönnessen, seit dem Februar Beisitzer bei der WSD, hat Interesse bekundet.
Mit diesen Aktivitäten im Vorfeld will die Interessengemeinschaft der Kaufleute ein Fiasko vermeiden wie bei der Sitzung am 26. Februar, als händeringend nach einem neuem Vorsitzenden gesucht wurde. Ebenfalls seinen Rückzug angekündigt hat Schriftführer Arthur Puzig; für ihn wird noch ein Nachfolger gesucht. Das wenigste Kopfzerbrechen bereitet den Verantwortlichen die Besetzung des vakant werdenden Beisitzerpostens von Stephan Thönnessen. Allerdings: Die Versammlung muss solche Planspiele erst bestätigen - und vor Überraschungen ist man bei der WSD nie so ganz sicher. Vier Jahre lang war Karl-Heinz Bajahr das Gesicht der WSD - ein Rückblick ohne Zorn. Mit den Events in der Innenstadt hat der Inhaber eines Geschäfts für Herrenmoden an der Nettergasse Zeichen für die Innenstadt gesetzt.
Bajahr: "Wir haben wieder Musik und Leben in die City gebracht. Wir haben die Lebensbedingungen in Dormagen verbessert." Die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage wurden von einem auf vier gesteigert. Absoluter Höhepunkt der City-Events war für Bajahr schließlich die Wasserwelt: "Nach einem Top-Ereignis wie diesem sollte man aufhören." Auch innerhalb der WSD wirkte Bajahr erfolgreich. Sein Ziel, einen Stand von 100 Mitgliedern zu erreichen, wurde übertroffen: Die WSD zählt heute 120 Mitglieder und damit zu den stärksten Werbegemeinschaften der Region. Auch die Zusammenarbeit mit der Rathaus-Galerie geht auf Initiative von Karl-Heinz Bajahr zurück. Die Kooperation mit der Stadt Dormagen wurde in der Bajahr-Ära intensiviert. Auch wenn der Vorsitzende die eine oder andere Wunde zu lecken hat: "Es hat Spaß gemacht."
Nicht erreicht hat er, dass die Vorstellungen der WSD stärker im Einzelhandelsleitbild der Stadt berücksichtigt wurden - "ein Thema, das sicher noch einmal aufgerufen werden wird". Die designierte Vorsitzende Andrea Lemke (33) will mit ihrem jungen Team neue Akzente setzen. Einen ihrer Schwerpunkte will die neue Crew auf ein gezieltes und intensiveres Marketing für die Innenstadt legen. Als weiteres Vorhaben hat sich Andrea Lemke auf die Fahnen geschrieben, "noch weitere Mitglieder in der Innenstadt zu werben". Lemke: "Wir wolle alle ins Boot holen". Ein spezielles Augenmerk legt sie dabei auf das Ring-Center. Schließlich will die Mutter der sechsjährigen Maxi und Betreiberin der Caféserie am Rathaus, die City insbesondere für Mütter mit Kindern attraktiver zu machen.
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