Entwicklung der Dormagener Innenstadt (NGZ). Mit Besorgnis verfolgt die Werbegemeinschaft Stadt Dormagen (WSD) die Entwicklung der Dormagener Innenstadt, insbesondere die Diskussion um die Ansiedlung eines Lidl-Marktes in Rheinfeld. Die Kaufleute befürchten, dass mit der Ansiedlung des Discounters "in dem nicht integrierten Innenstadtbereich Dormagens" eine beachtliche Kaufkraft aus der Innenstadt in Richtung Rheinfeld abfließe.
WSD-Vorsitzende Andrea Lemke sieht in einem Brief an Bürgermeister Reinhard Hauschild die Bemühungen um eine Stärkung der Nahversorgerfunktion der Innenstadt konterkariert. Sie befürchtet gravierende Auswirkungen für die beiden Lebensmittler Edeka und Plus an der Kölner Straße. Dauerhaft bestünde die Gefahr eines großen Leerstandes in der Galerie mit "katastrophalen Auswirkungen" für die gesamte Fußgängerzone: "Leerstände durch Insolvenzen und Standortwechsel wären die zwangsläufige Entwicklung."
Die 1.000 Arbeitsplätze in der Innenstadt gerieten in Gefahr. Diese Ergebnisse seien auch bereits in den Gutachten von BBE und Econ-Consult in den vergangenen Jahren beschrieben worden. Und an dieser Sachlage habe sich nichts geändert. Andrea Lemke sieht im übrigen, "dass die WSD zurzeit einen Vertrauensverlust zum wirtschaftlichen Management der Stadt hat". Lemke: "Die ständig wiederkehrenden Unruhen und Ankündigungen sind einer positiven Entwicklung einer Innenstadt, aber auch einem Gebiet wie Top-West, einfach nicht förderlich."
Als alternativen Standort für einen Lidl-Markt in Dormagen schlägt die WSD die Innenstadt selbst vor. Ein geeigneter Standort für die City wäre wohl das Projekt Alte Post des Investors Walter Allard am Kappesberg. Lemke: "Damit würde auch die südliche Kölner Straße eine Belebung erfahren." Sto
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