Dormagen (NGZO). Am Dienstag wollte sich Hans-Joachim Woitzik, Fraktionsvorsitzender der Zentrumspartei in Dormagen, auf NGZ-Anfrage noch nicht zur Stellungnahme des Landrats äußern. Gestern hat Woitzik auf Hans-Jürgen Petrauschkes Mitteilung, dass er keine Bedenken zur vom Rat beschlossenen Einrichtung einer Dezernentenstelle erhebe, reagiert und seiner Enttäuschung darüber Luft gemacht, dass der Landrat nicht auf den im Bürgerbegehren vom Januar dieses Jahres zum Ausdruck gebrachten Bürgerwillen eingegangen sei.
Diese Missachtung aber sei der Dreh-und Angelpunkt der Empörung innerhalb der Bevölkerung. "In Dormagen pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass das Bürgerbegehren vom Bürgermeister und seiner Koalition mit dem ,Dezernententrick' ausgehelebt werden soll", so Woitzik. Er vermisse auch einen Hinweis darauf, wie die bisher im Einzelnen nicht dargelegte Kostenneutralität für die Stelle aussehen soll. "Warum wurde der Bürgermeister nicht aufgefordert, die Karten auf den Tisch zu legen?", fragt Woitzik.
Im Übrigen halte er diese Aussage des Bürgermeisters für Verschleierungstaktik. Die Ratsfraktion der Zentrumspartei geht davon aus, dass eine Besetzung der Stelle mit einem auswärtigen Bewerber Gesamtkosten zwischen fünf und sieben Millionen Euro verursachen würde.
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