Dormagen (NGZ). Wird heute Mittag ein Schlussstrich unter den parteiinternen Streit des Zentrums gezogen? Ab 12 Uhr befasst sich das Landgericht Düsseldorf (Sitzungssaal 2.111) mit der Auseinandersetzung und klärt vielleicht die Frage, wer die Bundespartei als Vorsitzender vertreten darf?
Der Dormagener Gerhard Woitzik, der sich als rechtmäßiger Amtsinhaber sieht, oder der Baden-Württemberger Ewald Jaksch, der bei einer Parallelwahl gewählt wurde.
Woitzik geht optimistisch in die juristische Auseinandersetzung: "Normalerweise hat die Gegenseite keine Chance", sagt er. " Bei mir gab es damals eine ordentliche Wahl. Bei der Sachlage kann man nur optimistisch sein." Geklagt hat der Landesverband Baden-Württemberg gegen die Bundesebene. Ewald Jaksch, Vorsitzender des dortigen Landesverbandes der Zentrumspartei, sieht sich selbst als regulären Vorsitzenden. Gegenüber unserer Zeitung sagte er unlängst, dass Gerhard Woitzik auf dem Bundesparteitag in Fulda im vergangenen Jahr "satzungswidrig" gewählt worden sei.
Sein Vorwurf: Der Dormagener habe "Busladungen" mit nicht wahlberechtigten Personen zur Wahlveranstaltung mitgebracht. Eine Mandatsprüfung durch einen Notar habe es nicht gegeben. Daraufhin habe Jaksch kurzerhand zur Parallelwahl aufgerufen und er sei dort auch zum Bundesvorsitzenden gewählt worden. Schon seit Jahren schwelt der Streit innerhalb der Zentrumspartei. Da geht es um gegenseitige Anzeigen und Vorwürfe gegen Woitzik bis hin zur Aussage, er habe Parteivermögen veruntreut. Unterstützung erhält der Dormagener von jeher vom Kaarster Parteichef des Zentrums Josef Karis.
Einen persönlichen Achtungserfolg konnte Woitzik in der vergangenen Woche erringen, als er beim Kreisparteitag in Dormagen zum neuen Kreisverbandsvorsitzenden gewählt wurde.
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