Dormagen (NGZ). Laut Investor Redos Real Estate soll im Juli die endgültige Entscheidung fallen. Dormagener Kaufmann verhandelte bereits mit Redos über Übernahme. Stadt hat seit Februar keine Nachricht von Redos.
An den Rändern wächst erstes Unkraut. Ansonsten ein plattes Nichts. Fläche für ein großes Fachmarktzentrum (FMZ). Im Oktober 2009 übergab der damalige Bürgermeister Heinz Hilgers die Baugenehmigung. Seitdem heißt es warten, warten, warten. Investor Redos hält sich bedeckt. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann: "Wir haben im Februar offiziell zuletzt etwas von dem Unternehmen gehört. Anfragen wurden nicht beantwortet."
Am Freitag ging in der Redaktion der NGZ eine Mail von Redos-Projektleiterin Ulrike Schmitz ein: "An diesem Projekt haben wir intensiv weitergearbeitet. In dem nächsten Shareholder-Meeting Ende Juni werden weitere Entscheidungen getroffen."
Kritiker
Kritiker des Fachmarkzentrums (FMZ) halten es für am Bedarf in Dormagen vorbei geplant.
Sie befürchten eine nachhaltige Schwächung der Geschäfte an der Kölner Straße.
Die Kritiker glauben auch nicht, dass die Besucher des FMZ die Dormagener Innenstadt besuchen werden.
In Dormagen kocht derweil die Gerüchteküche. Ein Kaufmann und Unternehmer bestätigt auf Anfrage der NGZ, dass er bereits mit Redos über eine Übernahme des elf Hektar großen Areals der früheren Zuckerfabrik verhandelt hat. Dem Vernehmen nach soll es um fünf Millionen Euro gegangen sein. Der Kaufmann, der namentlich nicht genannt werden will, auf Anfrage der NGZ: "Redos erklärte schließlich, dass sie das Gelände selber verwerten wollen." Also doch Redos? Das Unternehmen habe bereits sehr viel Geld in das Projekt gesteckt. Die Rede ist von 15 Millionen Euro inklusive Abriss und Planung.
Offenbar hat Redos bereits mit zwei Ankermietern Verträge unterzeichnet. So soll ein großer Rewe-Markt entstehen sowie ein Toom-Baumarkt. Noch offen ist offenbar, ob der Media-Markt kommt. Ein Insider: "Die warten erst ab, wie sich der Saturnmarkt im Rheinpark-Center entwickelt." Aber auch dort soll eine Entscheidung zeitnah bevorstehen.
Ein Dormagener Gastronom beabsichtigt ebenfalls in das FMZ zu wechseln. Ihm wurde angeblich mitgeteilt, noch im Juli werde mit dem Bau des Zentrums mit 900 Parkplätzen begonnen. Darauf könne er sich einrichten. Auch das klingt nach einem baldigen Beginn der Bauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik.
Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann ist die Skepsis deutlich anzumerken: "Wir haben derzeit keine verlässlichen Informationen von Redos." Allerdings hat er auch keinen klaren Hinweis darauf, dass nicht gebaut werde.
Redos Real Estate plant auf der Industriebrache am südlichen Rand der Innenstadt ein großes Fachmarktzentrum mit einer Verkaufsfläche von rund 27 500 Quadratmetern in diversen Branchen. Redos hat große Erfahrungen im Bau dieser Zentren und an zahlreichen Standorten in Betrieb oder in Planung. Investieren will das Unternehmen in Dormagen insgesamt rund 50 Millionen Euro. Ursprünglich wollte Redos bereits im März mit dem Bau beginnen.
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