Dormagen (NGZ). Claus Radke ist als Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft "Ahl Dormagener Junge" und des Stadtsportverbandes viel unterwegs. Aktuell beschäftigen ihn die Sparvorschläge der Stadtverwaltung.
Er wirkt ruhig und besonnen, wählt seine Worte mit Bedacht. Der 56-Jährige ist einer von denen, die nicht groß im Rampenlicht stehen wollen oder sich selbst in Szene setzen, sondern eher durch beständiges und konsequentes Arbeiten und Handeln Respekt erfahren.
Gespannt hat er bereits die Spardiskussion im Kulturausschuss verfolgt. Am Mittwoch war er während der Sitzung des Sportausschusses als beratendes Mitglied anwesend. Der Beschluss rund um die Zuschusskürzung für den SVD beschäftigt den Wahl-Rheinfelder. "Mal sehen, was da in Zukunft noch auf uns und die Vereine zukommt", sagt er auch im Hinblick darauf, dass die Verwaltung zuletzt weitere Sparideen in den Raum gestellt hatte – wie die Übernahme der Reinigungskosten durch die Vereine nach Karnevalsumzügen.
Ahl Dormagener Junge
Gründung Die KG "Ahl Dormagener Junge" wurde am 21. Oktober 1977 gegründet.
Initiatoren Die Idee hatten die Ehepaare Schmitz, Rheinfurth und Boecker, Annie Rottländer und Hans Ulrich Thiel.
Jugendtanzcorps Bestehend aus fünf Pärchen kam es das erste Mal 1986 auf die Bühne.
Claus Radke ist das Bindeglied der beiden Vereine zur Politik. Innerhalb der Stadtverwaltung ist er gut bekannt.
Beruflich ist der gebürtige Zwickauer Leiter des kaufmännischen Außendienstes beim Energieversorger RWE. Beruf und Ehrenamt sorgen dafür, dass der zweifache Vater viel rumkommt. In seiner Freizeit verbringt er dennoch möglichst viel Zeit mit der Familie, seinen drei Kindern Niklas (11), Jan-Hendrik (23), Jörg (23) und Ehefrau Martina. Allerdings hat sich die Art der Freizeitbeschäftigung geändert. Früher wurde gelaufen, nun wird gewandert "da die Knochen nicht mehr so mitspielen", gibt Claus Radke zu.
Den Vereinen will er weiterhin treu bleiben. "Die Ehrenämter machen mir großen Spaß", ergänzt der Karnavalist. Dabei wurde ihm der Karneval nicht gerade in die Wiege gelegt. Erst 1963 kam der Zwickauer über einen Zwischenstopp im Ruhrgebiet nach Dormagen. "Ein ehemaliges Vorstandsmitglied der KG hat mich dann vor sechs Jahren gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mich im Vorstand zu engagieren", resümiert der heutige Vorsitzende. Inzwischen war er selbst bereits Prinz. Das Vereinswesen hat sich für ihn zum Selbstläufer entwickelt – und zum ständigen Begleiter. "Durch das Sommerfest der KG oder Dinge, wie die Stellungnahme zu den Auswirkungen der Zuschusskürzung auf den SVD fällt immer irgendwie Arbeit an", erklärt Claus Radke. Oft kommt er erst spät nach Hause. Ehefrau Martina nimmt ihm das nicht krumm: "Ich habe Glück, dass sie auch sehr aktiv ist", sagt er.
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