DDR-Film: Ferres und Ferch sind spießige Eltern
Hamburg (RPO). Veronica Ferres und Heino Ferch sind regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Jetzt stehen die beiden erstmals gemeinsam vor der Kamera. In dem Fernsehfilm "Das Wunder von Berlin" begeben sie sich auf eine Zeitreise in die DDR.
Ferres und Ferch spielen in dem Film "spießige, elitäre Ost-Eltern, die auf der völlig falschen Spur sind und Veränderungen mit Angst entgegenblicken", sagte Ferch am Dienstag in Hamburg. Das ZDF strahlt das 105-Minuten-Werk unter der Regie von Roland Suso Richter ("Kein Himmel über Afrika") am 27. Januar (20.15 Uhr) aus. In den Hauptrollen agieren die preisgekrönten Jung-Mimen Karoline Herfurth und Kostja Ullmann.
"Das Wunder von Berlin" erzählt von den letzten eineinhalb Jahren in der DDR, in denen der 18-jährige Marco (Ullmann) als Punker seine linientreuen Eltern immer wieder herausfordert. Als der Junge und seine Freundin Anja (Herfurth) bei einem illegalen Punkkonzert verhaftet werden, zwingt Vater Jürgen (Ferch) seinen rebellierenden Sohn zum Dienst bei der NVA. Die Grundausbildung weckt jedoch schnell Marcos Ehrgeiz. Jürgen staunt über die Wandlung seines Kindes zum "sozialistischen Idealisten" und erfährt unterdessen, dass Anja und seine Frau Hanna (Ferres) sich bei der wachsenden DDR-Bürgerrechtsbewegung engagieren.
Der Film, der auf der wahren Geschichte des Tilo Koch und seiner Wandlung vom Punker zum linientreuen Soldaten basiert, werfe einen Blick auf die DDR "von innen", sagte Heike Hempel, ZDF-Redaktionsleiterin Fernsehfilm. Es sei ein konfliktreiches Familiendrama über diejenigen, "die geblieben sind, bleiben mussten oder auch bleiben wollten". In weiteren Rollen spielen Michael Gwisdek, André Hennicke, Gesine Cukrowski, Anna Loos und Hermann Beyer.




































