Grevenbroich (NGZO). Mit einem symbolischen Schnitt durchs rot-weiße Flatterband gab Bürgermeisterin Ursula Kwasny am Freitag die neue "Park and Ride"-Anlage (P+R) am Kapellener Bahnhof frei.
Nach mehr als einem halben Jahr Bauzeit werden dort nun insgesamt 112 Stellplätze für Autos angeboten. Das Projekt kostete 650.000 Euro, den Löwenanteil (480.000 Euro) übernahmen Land und Bund.
"Nun herrschen vernünftige Verhältnisse an diesem wichtigen Bahnhaltepunkt", urteilte der städtische Planungsdezernent Werner Hoffmann. Zwar konnte auf der ehemaligen Ladestraße schon vorher geparkt werden – doch: "Das beschädigte Kopfsteinpflaster, in das etliche Büsche ragten, war sehr unkomfortabel. Zudem bestand lediglich Platz für 40 Autos."
Das ist jetzt anders: Sogar zwei Warteplätze für Linienbusse konnten auf dem Gelände eingerichtet werden. "Die Busse warteten vorher an der Josef-Thienen-Straße und störten viele Anlieger. Dieses Problem gibt es jetzt nicht mehr", so Hoffmann.
Insgesamt wurden 1500 Quadratmeter Pflastersteine verlegt und 2000 Quadratmeter Asphaltbeton gegossen. 13 Pflanzbeete mit Buchen und Bodendeckern sorgen für einen grünen Tupfer entlang der Bahnlinie. Die Stadt hat bereits Pläne für eine Erweiterung des P+R-Platzes in der Schublade. In zwei weiteren Schritten könnte die Anlage um 180 Stellflächen erweitert werden. "Voraussetzung dafür ist, dass die Pendler den neuen Platz annehmen", sagte Hoffmann.
Mit den P+R-Anlagen am Grevenbroicher Bahnhof bietet die Stadt nun insgesamt 600 Parkplätze für Bahnfahrer. Eine weiteres "Park and Ride"-Projekt ist bereits in Planung: Sobald es Zuschüsse gibt, sollen 52 Parkplätze am Gustorfer Bahnhof gebaut werden.
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