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Grevenbroich: 75 Jahre Stadtbücherei

VON DANIELA BUSCHKAMP - zuletzt aktualisiert: 15.09.2010 - 09:55

Grevenbroich (NGZ). Heute sind die Medien in dem ehemaligen Erckens-Fabrikgebäude untergebracht. In den 75 Jahren des Bestehens waren erst die Schule an der Parkstraße, dann das Alte Schloss Standorte. So wird auf der Stadtparkinsel gefeiert.

Ein Blick auf die Stadtbücherei.  Foto: Stadtarchiv
Ein Blick auf die Stadtbücherei. Foto: Stadtarchiv

Clemens Schelhaas gestaltete vor 25 Jahren eine Ausstellung für die Stadtbücherei: Sie eröffnete damals am neuen Standort auf der Stadtparkinsel. Genau dort wird der ehemalige Leiter der Kreisbildstelle ab 21. September wieder ausstellen – diesmal eine Reise-Galerie unter dem Titel "Fernweh".

Eine Randnotiz zum Doppeljubiläum der öffentlichen Bibliothek: Vor 75 Jahren wurde sie gegründet, seit 25 Jahren können Medien in dem ehemaligen Fabrikgebäude ausgeliehen werden. Genau hier wird gefeiert – mit unterschiedlichen Angeboten rund ums Lesen. Highlight: die Lesung von Bestseller-Fantasy-Autor Wolfgang Hohlbein. "Auch dafür werden wir nicht den Ort wechseln, nur um einige Karten mehr zu verkaufen", sagt Elke Wowra, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Kultur.

Info

Stadtbücherei

Standort: Stadtparkinsel.
Geöffnet: dienstags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs von 12.30 bis 14.30 Uhr, donnerstags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr.
Gebühr: Jahreskarte für Erwachsene zwölf Euro, für Familien 18 Euro; Ausleihentgelt pro Medium unterschiedlich.

Lesung mit Wolfgang Hohlbein

Im Protokollbuch des Rates von 1936 ist der Beschluss über die Eröffnung einer "Volksbücherei" niedergeschrieben. "Damals wurden zwei Räume über der früheren evangelischen Schule, dem heutigen Standort der Katholischen Hauptschule, genutzt", weiß Thomas Wolff vom Stadtarchiv. Leiter war der Lehrer Wassenberg, in zwei Räumen standen die Bücher, die für maximal zehn Pfennig pro Buch leihweise den Besitzer wechselten.

1950 wurde die Bücherei ausgebaut: 1600 Bände gehörten zum Bestand. In der Leseordnung heißt es, dass nicht mehr als zwei Bücher gleichzeitig auszuleihen waren. 20 Pfennig kostete Kinder, 40 Pfennig Erwachsene das Schmökern – natürlich im verträglichen Rahmen. Bei "ansteckenden Krankheiten" sollten auch Romane oder Sachbücher vor den Bakterien geschützt werden. 1970 folgte der Umzug ins Alte Schloss: Damals gab es bereits separate Räume für junge und erwachsene Leser. Die Zahl der Medien war auf 10 000 gewachsen – und 1984 waren im Schloss die Kapazitätsgrenzen erreicht – der Umzug in das restaurierte Fabrikgebäude stand bevor. Hier können die Leser heute aus bis zu 50 000 Medien wählen.

Mit der Lesung "Henkersmahlzeit" des Wein- und Krimiautors Carsten Sebastian Henn startet das Jubiläumsprogramm am Dienstag, 21. Sepetmber, 19.30 Uhr (Eintritt: acht Euro). Passend zum Thema können Weine von "Jacques Weindepot" probiert werden. Am Samstag, 9. Oktober, 15 Uhr, erzählt Joachim Günther mit "Rocky und die Schweine" ein Rock'n Roll-Märchen (fünf Euro). Am 25. November, ab 19.30 Uhr, stellt Wolfgang Hohlbein Neues aus der "Chronik der Unsterblichkeit" und die "Asgard-Saga" vor (Eintritt: acht Euro).

Vier weitere Termine folgen 2011, darunter auch die "Criminale"-Lesung mit dem Grevenbroich-Kurzkrimi von Jochen Senf.

Quelle: NGZ


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