Grevenbroich: City glänzt auf Knopfdruck
Grevenbroich (NGZ) Grevenbroich Ein kleiner Druck mit der Bürgermeister-Hand auf den roten Knopf - und schon erstrahlte die gesamte City im Lichterglanz. Axel Prümm gab am Donnerstag nach Einbruch der Dunkelheit das offizielle Startzeichen für die Grevenbroicher Weihnachtszeit.
Nicht nur über der Kölner- und der Breite Straße strahlen nun tausende von Glühbirnen, auch ein Teil der Bahnstraße wurde festlich illuminiert - erstmals übrigens. „Das ist auf eine Initiative unseres Mitglieds Peter Hoffmann zurückzuführen, der hier echte Pionierarbeit geleistet hat“, lobt Herbert Gauls, Vize-Vorsitzender des Grevenbroicher Werberings.
Insgesamt 8000 Euro kostet den Einzelhändlern der Betrieb der Weihnachtsbeleuchtung, weitere 3000 Euro müssen alljährlich in die Instandsetzung von Kaskaden, Sternen und Lichterketten investiert werden - die Kosten werden auf die Händler in der City umgelegt. Obwohl die Beleuchtung aus den 70er Jahren stammt, denkt beim Werbering niemand daran, sie gegen eine neue auszutauschen.
Absaetze:
Am Samstag, beim Adventszauber, wird ein Programm auf der Weihnachtsmarkt-Bühne geboten: Um 13 Uhr spielen Peter Weisheit und seine Dixie-Tramps auf, gegen 17 Uhr wird Gitarristin Domenica mit Klassikern aufwarten, und ab 18 Uhr spielen die „Original Lennetal-Musikanten“ auf.
„Sie leistet hervorragende Dienste und ist selbst unter heutigen Maßstäben nicht die schlechteste. Schämen müssen wir uns jedenfalls nicht“, meint Werbering-Vorstandsmitglied Heiner Schnorrenberg selbstbewusst. Ein dickes Lob gibt es von ihm auch für den von Norbert Lupp aus Hemmerden organisierten Weihnachtsmarkt, der mit 22 Buden, einem Karussell und einer „lebenden Krippe“ aufwartet: „Der kann sich sehen lassen.“
Schon während der offiziellen Eröffnung waren die Buden in der kleinen Weihnachtsstadt gut besucht. Kinder drehten ihre Runden auf dem Karussell, in der großen Krippe standen neben der Wiege mit dem Christuskind ein - echter - mexikanischer Esel namens „Tequila“ und zwei Ziegen im Warmen. Kinder können sich mit den Tieren vom Zirkus Hansa und einem Weihnachtsmann fotografieren lassen.
Schräg gegenüber haben Waltraud und Heinz-Peter Schaffrath aus Neuenhausen Figuren aus dem Erzgebirge, Schwibbbögen und viele selbst gemachte Krippen aufgebaut. In kleinen Kisten warten Miniatur-Schlitten und kleine Reisigbesen auf ihren Einsatz in der Krippe oder am Weihnachtsbaum. „Alles ist aus Holz“, erklärt Heinz-Peter Schaffrath, der seit fünf Jahren beim Weihnachtsmarkt dabei ist. „Das Ambiente stimmt hier, und beim Sortiment gibt es an den Buden nichts doppelt.“
Seit vielen Jahren auf dem Weihnachtsmarkt ist auch Imker Rudolf Reich aus Kapellen. Schon einige Meter vor seinem Häuschen duftet es verlockend. Neben Gläsern voller Honig und Flaschen mit Bärenfang stehen kleine, selbst gegossene Kerzen-Kunstwerke aus Bienenwachs. Ein liegendes Kamel, Pudel, Katzen und andere Tiere mit Docht bilden einen kleinen Zoo. „Neu ist dieses Jahr der Elefant. Viele Kunden finden die Tiere zu schade, um sie anzuzünden“, weiß Reich, der sich über Zulauf „nicht beklagen kann“.
Erst zum zweiten Mal in Grevenbroich, aber ebenfalls zufrieden ist Thorsten Boehmer aus Bochum. „Der Weihnachtsmarkt hier ist überschaubar, gut gemischt und nicht so überlaufen wie in anderen Städten“, lobt er. Von Modeschmuck und -Accessoires über Mützen bis zu warmen Schals reicht sein Angebot. „Im vergangenen Jahr hatten wir einen kleinen Stand, diesmal sind wir mit einer großen Bude vertreten.“ Am Samstag, beim „Grevenbroicher Adventszauber“, bieten die Einzelhändler einen extra langen Shoppingtag an: Die Geschäfte haben von 10 bis 21 Uhr geöffnet.




















