Grevenbroich: Horst in geheimer Mission
Grevenbroich (NGZ) Grevenbroich Horst Schlämmer - das war für Hape Kerkeling so etwas wie ein Sechser im Lotto. Über Nacht avancierte der Komiker mit seiner Kunstfigur zum deutschen Top-Star. Untrennbar mit dem Namen Schlämmer verbunden: Grevenbroich. Denn hier ist der fiktive Lokalreporter mit der Mopp-Frisur und dem Seehund-Schnäuzer zu Hause, hier recherchiert er als stellvertretender Chefredakteur des „Grevenbroischer Tagblatt“ - natürlich „knallhart und immer janz discht an der Wahrheit“.
Kerkeling wählte Grevenbroich bereits mehrfach als Drehort, jetzt ist er zurückgekehrt. Doch was er an der Erft so treibt, bleibt vorerst ein Geheimnis, weder Zweck noch Sendezeit sind seinem 20-köpfigen Drehteam zu entlocken: „Grevenbroich ist für uns einfach ein Muss - alleine wegen der Authentizität. Die Stadtverwaltung weiß nur das Nötigste über unsere Arbeit, alles andere wird improvisiert und nicht verraten“, meint Frank Hasselbach von der Film-Crew. So sind auch Interviews mit Hape Kerkeling derzeit nicht möglich.
Schon am Vormittag wurde an der Richard-Wagner-Straße in Orken gedreht. Hier ging es um eine Art „Home-Story“, in der ein Junggeselle sein schnuckeliges Heim präsentierte. Josef Becker stellte hierfür sein Haus zur Verfügung. „Das waren wohl Probeaufnahmen, die mit einer Handkamera gedreht wurden“, erzählt der 72-Jährige und zuckt die Schultern: „Keiner hat verraten, worum es genau geht. Vermutlich um Autos, da Hape Kerkeling ein Fahrzeug aus meiner Garage holte.“
In seiner Rolle als Lokalreporter ist Hape Kerkeling der große Wurf gelungen.
Horst Schlämmer ist in aller Munde - Google spuckt alleine 191.000 Einträge
aus. In Verbindung mit Grevenbroich sorgt der Name immerhin noch für ganze 12.500 Treffer im Internet. Sicherlich auch eine Art von Stadtmarketing.
Schon beim ersten Dreh in Grevenbroich war Kerkeling an der Richard-Wagner-Straße im Einsatz - nämlich am Kiosk gegenüber der Gaststätte „Alt Orken“. Wenig später schreitet der Komiker als Horst Schlämmer frisch geschminkt und mit dickem Kissen unter dem Trenchcoat ausgestopft aus dem Entree vom Hotel Montanushof. Dort steht ein Auto der Fahrschule Hoffmann bereit, in das Schlämmer einsteigt. Ob sein prominenter Fahrgast im reifen Alter den Führerschein machen oder nur seine Kenntnisse auffrischen möchte, weiß Fahrlehrer Mario Kühlen nicht: „Mal sehen, was passiert.“
Drei bis vier Tage lang soll in Grevenbroich gedreht werden, bei optimalem Wetter an verschiedenen Orten. Nach Informationen der NGZ handelt es sich bei den Dreharbeiten um Aufnahmen für Werbespots eines großen deutschen Automobilherstellers. „Aber schreibt ja nicht zu viel, das soll eine Überraschung werden“, meint Horst Schlämmer. Alles klar, Herr Kollege.






















