Grevenbroich: Sieben Grundregeln für die Karnevalstage

VON ANDREAS BUCHBAUER UND ANDREAS GRÖHBÜHL -
zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 21:30

Grevenbroich (NGZ) Wer fremde Kulturen für sich erschließt, weiß: Das kann irritierend sein. Nehmen wir den Hongi. Das ist der Gruß der Maori, bei dem die beiden Grüßenden Stirn und Nase gleichzeitig sanft aneinander drücken und "Hm, hm" sagen. Auch beim Karneval gibt es merkwürdige Begegnungen. Es gilt: Man muss die Gepflogenheiten kennen. Die NGZ hat gemeinsam mit Ewald Wörmann, Präsident des Gustorfer "Sprötz-Trupps", einen nicht ganz bierernsten Karnevalsknigge zusammengestellt.

1.Der richtige Gruss Bevor man in und um Grevenbroich zum lauten "Alaaf" ausholt, sollte man sich vergewissern, ob man mit einem "Helau" nicht besser beraten ist. Wer "Alaaf" ruft und "Helau" meint, wird dafür sicher nicht auf ein Kölsch eingeladen. Viel eher bekommt er zu hören: "Do biss mir ene Jeck" – und das ist nicht als Kompliment gemeint.

2.Der richtige Liedtext Mitsingen ist ganz einfach. Nach ein paar Bierchen und der dritten Wiederholung hat man jeden jecken Refrain drauf. Und bitte nicht falsch verstehen: Wenn von der "superjeilen Zick" gesungen wird, dann ist einfach nur die "Zeit" gemeint und nicht die am Kostüm nörgelnde Freundin.

3. Bützen Das mit dem Bützen ist so eine Sache. Man will ja gar nicht von jedem gebützt werden. Aber was kann man dagegen tun? Wegrennen ist keine Lösung. Der nächste Bützer kommt bestimmt. Auch Mönchskutte oder Nonnenkostüm nützen nichts. Deshalb: einfach etwas lockerer werden. Das mit dem Bützen gehört einfach dazu.

4. Der Weg zum WC oder zum Tresen Das Problem kennt jeder: In der vollen Kneipe ist der Weg zur Toilette oder zum Tresen mitunter eine Qual, muss man doch durch die Menschenmenge. Rettungsanker kann die nächstbeste Polonaise sein. Die führt immer an den Toiletten und am Tresen vorbei. Also einfach einklinken und bis dahin mitwandern. Dä Sultan hätt Doosch!

5. Das Kostüm und der Flirt Achtung, hier lauern gefährliche Tücken. Zwar kann selbst unter dem haarigsten Bärenkostüm ein "lecker Mädsche" stecken. Allerdings kann sich hinter jeder hübsch geschminkten Prinzessin auch ein böses Erwachen verbergen. Daher: Erst vergewissern, dann bützen.

6. Benehmen Karneval ist ein fröhliches Fest. Es gibt "jet zo lache" und keinen Grund ausfallend zu werden. Das sollte jeder beherzigen.

7. Der Tag danach Ein Indiz dafür, dass es eine lange, gute Karnevalsnacht war: Man wünscht sich Rollmops zum Frühstück.

Quelle: NGZ

 
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