Grevenbroich (NGZ). Tonnenweise brennendes Stroh und die Hitze machten am Donnerstag rund 50 Feuerwehrleuten und vielen Autofahrern auf der A 46 zu schaffen. Ein Lastzug mit Stroh hatte Feuer gefangen, der Verkehr staute sich auf vielen Kilometern.
Viel Geduld und möglichst kühle Getränke im Wagen benötigten viele Autofahrer auf der A 46 und anderen Straßen. Über viele Stunden musste die Fahrbahn nahe der Autobahnausfahrt Grevenbroich in Fahrtrichtung Heinsberg am Donnerstag etwa ab 13.40 Uhr gesperrt werden, der Verkehr staute sich bis hinter die Raststätte Vierwinden. Der Grund: Ein Lastwagen mit Anhänger, voll beladen mit Strohballen, stand im Vollbrand.
Glück im Unglück: Der Fahrer hatte es im Rückspiegel brennen sehen. Er stoppte das schwere Gefährt mit Neusser Kennzeichen und rettete sich ins Freie. „Schon bei der Anfahrt sahen wir den Rauch. Ich habe sofort das Großtanklöschfahrzeug der Feuerwehr Grevenbroich angefordert“, schildert Mario Heitbrink, Leiter der für diesen Autobahnschnitts zuständigen Feuerwehr Jüchen.
Tanklöschfahrzeug Die Feuerwehr Grevenbroich verfügt unter anderem über ein Großtanklöschfahrzeug TLF 24/50.
Wasser 5000 Liter sind im Tank.
Einsatz Dieser Typ ist unter anderem für Autobahn-Einsätze wie dieser konzipiert worden.
45 Feuerwehrleute aus allen Jüchener Löscheinheiten waren im Einsatz, aus Mönchengladbach rückte ein weiteres Großtanklöschfahrzeug an. „Solche Einsätze sind personalintensiv, bei der Hitze kann jeder nur einmal unter Atemschutz arbeiten“, erläutert Heitbrink.
Mehrere Einsatzkräfte mussten wegen Kreislaufproblemen behandelt werden. Ebenfalls aufwendig: Ein Radlader des Technischen Hilfswerks und ein Traktor zogen nach und nach die Strohballen auseinander, damit Feuerwehrleute die letzten Flammen und Glutnester bekämpfen konnten.
Brandursache war laut Feuerwehr vermutlich ein technischer Defekt. Noch am Abend war die Autobahn gesperrt. Auch auf vielen Jüchener Straßen ging zeitweise nichts mehr.
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