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Grevenbroich: A540: Probe für Mega-Tafel

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 02.05.2010 - 21:37

Grevenbroich (NGZ). Es soll das größte Picknick der Welt werden: Im Kulturhauptstadtjahr "Ruhr 2010" wird die A40 zwischen Duisburg und Dortmund zur 60 Kilometer langen Feier-Meile. Die Generalprobe für dieses Spektakel steigt in Grevenbroich.

So stellen sich die Organisatoren von "Ruhr 2010" die Picknick-Meile vor: Auf der einen Seite wird gefeiert, auf der anderen geradelt.   Foto:  Ruhr 2010
So stellen sich die Organisatoren von "Ruhr 2010" die Picknick-Meile vor: Auf der einen Seite wird gefeiert, auf der anderen geradelt. Foto: Ruhr 2010

Eine staugeplagte Autobahn wird zum Bummel-Boulevard: 60 Kilometer der A40 zwischen Duisburg und Dortmund werden am 18. Juli zur größten Picknick-Meile der Welt umfunktioniert. Im Rahmen des Kulturhauptstadt-Projekts "Ruhr 2010" werden mehr als 20 000 Tische zu einer riesigen Tafel verbunden, an der bis zu einer Million Menschen Platz nehmen sollen. Ein gigantisches Spektakel.

Das gut geplant sein will. "Denn mit einer solchen Großveranstaltung betreten wir absolutes Neuland", erklärt Hella Sinnhuber von "Ruhr 2010". Damit im Juli auch alles reibungslos und ohne Zeitverlust funktioniert, muss eine Generalprobe eingelegt werden. Und dafür hat sich das Organisations-Team die Stadt Grevenbroich ausgesucht.

Info

"Still-Leben"

Titel "Still-Leben Ruhrschnellweg" heißt die Mega-Tafel auf der Autobahn 40.

Idee Jeder Tisch wird zu einer kleinen Bühne. Vereine, Verbände oder Musiker können sich dort präsentieren.

Auskunft Informationen – auch zur Tischvergabe – im Internet unter www.ruhr2010.de/still-leben.

Konkret: die Autobahn 540. "Das schnurgerade Teilstück zwischen Jüchen und Gustorf bietet ideale Bedingungen für einen Testlauf", sagt Sinnhuber. Zudem ist die A540 langjährig erprobt in Sachen "Event-Sperrungen": Schließlich ließ der Hürther Stunt-Experte Hermann Joha auf dem Asphaltband jahrelang Autos für die Action-Serie "Alarm für Cobra 11" spektakulär zu Schrott fahren.

Am Samstag, 15. Mai, gut zwei Monate vor dem offiziellen Startschuss, werden die Veranstalter aus dem Ruhrgebiet an der Erft anrücken. Gegen 22 Uhr wird die Polizei den Autobahnabschnitt sperren, dann geht's los. "Pünktlich ab 23 Uhr werden wir den Aufbau eines Tafel-Kilometers unter Echtzeitbedingungen simulieren", berichtet Koordinatorin Ivonne Münzmann.

Das heißt: Rund 150 Einsatzkräfte – darunter auch Mitglieder des Technischen Hilfswerks – werden versuchen, auf 1000 Metern etwa 400 Tische möglichst schnell und mit einem exakten Abstand in eine Reihe zu bringen. Ist das geschafft, beginnt gegen 1 Uhr die nächste Plackerei: Sanitäranlagen, Müllcontainer und Unfallhilfestationen müssen aufgebaut werden. "Wenn alles funktioniert, sind wir gegen 8 Uhr fertig", so Münzmann. Dann kommt die Feuerwehr auf den Plan, die prüfen wird, ob die gesamte Tafel-Installation auch brandschutztechnisch in Ordnung ist.

"Bevor am Sonntag gegen 12 Uhr der Abbau beginnt, wird Bilanz gezogen", berichtet Hella Sinnhuber. Die Zeit, die für einen Kilometer der Mega-Tafel auf der A540 benötigt wird, ist identisch mit der für 60 Kilometer auf der A40. "Denn wir werden unser Team am Veranstaltungstag entsprechend vergrößern", so Ivonne Münzmann. Etwa 5000 Menschen werden dann dafür sorgen, dass die 20 000 Tische pünktlich stehen – und dass das größte Picknick der Welt reibungslos über die Bühne gehen kann.

Quelle: NGZ


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