Grevenbroich (NGZO). Nach dem Regen am Samstag strömten heute die Menschen am ersten Advent in die City. Die Riesenkugel auf dem Weihnachtsmarkt gefiel vielen. Von "zufrieden" bis "verhalten" reicht die Händler-Resonanz zum Geschäft.
Grevenbroich Akkurat klebt Dominik die Goldsterne auf die Papp-Nikolausstiefel. Der Dreijährige war bei der Bastelaktion in der Coens-Galerie sichtlich zufrieden mit dem "Adventszauber". Tausende nutzten – vor allem heute– das erste Adventswochenende mit verkaufsoffenem Sonntag , um Geschenke zu kaufen oder auf dem Weihnachtsmarkt in der – zehn Meter hohen – Riesen-Christbaumkugel sich ein Glas Glühwein zu genehmigen. "Hier ist es warm und gemütlich", sagt Gisela Wirtz aus Neuenhausen. "Und so groß habe ich mir die Kugel nicht vorgestellt."
Nicht alle waren mit dem "Adventszauber"-Wochenende so zufrieden: "Das Geschäft läuft recht verhalten. Und es fehlen große Teile der Weihnachtsbeleuchtung in der Fußgängerzone, das trübt die Adventsstimmung", sagte Klara Mak, Filialleiterin im Damenoberbekleidungsgeschäft Bonita. Ein Teil der Sterne und Lichter-Schweife hing bereits, als vor einigen Tagen eine Befestigung aus der Wand riss. "Alle Halterungen wurden daraufhin erneuert. Zudem hatten wir zwei Tage Sturm, so dass die Beleuchtung nicht rechtzeitig fertig wurde", räumt Werbering-Vorsitzender Fred Schlangen ein. "Etwa Mitte der Woche soll sie aber installiert sein."
Markt-Standort
Zufrieden ist Werbering-Vorsitzender Fred Schlangen mit dem klaren Wort von Bürgermeisterin Ursula Kwasny, dass der Weihnachtsmarkt da bleibt, wo er ist – auf dem Marktplatz. "Ein solcher Markt gehört einfach ins Zentrum der Stadt", erklärt Fred Schlangen. Stadtmarketing-Beauftragter Robert Jordan hatte eine Verlegung des Weihnachtsmarktes für die Zukunft ins Spiel gebracht.
"Mit Beleuchtung wäre es stimmungsvoller, aber ich habe Verständnis für die Schwierigkeiten" – mit dieser Meinung stand City-Besucher Hubert Landsch nicht allein. Und Stimmung gab es in der Fußgängerzone auch so: Weihnachtslieder erklangen aus Lautsprechern, eine Musikgruppe aus der slowenischen Partnerstadt Celje spielte auf. In Geschäften wurden Plätzchen gereicht. Der Montanushof lud Kinder zur Weihnachtsbäckerei, Mädchen verzierten Plätzchen mit lachenden Gesichtern.
Bei den Händlern lachten nicht alle so: "Viele Kunden sind zurückhaltend", beobachtet Helga Poser vom Juweliergeschäft Poser. "Am Samstag kamen wegen des Regens weniger Kunden als erwartet. Und heute füllt es sich später als sonst – aber jetzt ist es voll", sagte Michael Pauly, Center-Manager im Montanushof und in der Coens-Galerie.
Fred Schlangen dagegen ist mit der Resonanz zufrieden: "Die City ist voll, und die Menschen kaufen, Auch kurz vor 18 Uhr war die Stadt am Sonntag noch gut besucht." Er sei positiv überrascht, dass die Krise in Deutschland "bei uns im Einzelhandel so nicht angekommen ist". Bundesweit werde der Handel 2009 zwar ein Minus von zwei Prozent verbuchen, doch in manchen Bereichen "gibt es sogar ein kleines Plus. Die Kunden greifen zu wertiger Ware", so Schlangen.
"Wir sind optimistisch, dass wir beim Weihnachtsgeschäft das Vorjahresniveau halten. Es gab Lohnerhöhungen, und die Preise sind stabil. Viele haben mehr Geld in der Tasche als vor einem Jahr."
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