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Grevenbroich: Aloe Vera zum Schlecken

VON PETER BÖTTNER - zuletzt aktualisiert: 28.04.2010 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Die Grevenbroicher Eismacher haben sich für den nahenden Sommer bereits einige Kreationen einfallen lassen. Bei einer Stippvisite in den Eisdielen im Stadtzentrum hat NGZ einen Blick hinter die Theken geworfen.

Aynur Arslan setzt im Eiscafé Zampolli ausschließlich auf natürliche Zutaten. Foto: NGZ
Aynur Arslan setzt im Eiscafé Zampolli ausschließlich auf natürliche Zutaten. Foto: NGZ

Die Eisdielendichte an und um die Kölner Straße in Grevenbroich ist rekordverdächtig. Gleich vier Geschäfte buhlen auf geschätzten 400 Metern um Kundschaft. Dementsprechend kreativ basteln die Eismacher in ihren Küchen an neuen Sorten. Die NGZ hat sich bei strahlendem Sonnenschein einmal umgeschaut und die Besitzer nach ihren Eistrends für den Sommer gefragt.

Christian de Pizzol ist Junior-Chef im Eiscafé Toto. "Eigentlich können wir alle Eis machen", sagt de Pizzol mit Blick auf die Familientradition. Doch für besonders dekorative Eisbecher ist er zuständig, wie die extra für die NGZ zubereitete "Fruchtbombe" zeigt. "Tatsächlich ist aber noch kein Eiswetter", sagt de Pizzol, "die Leute wollen in erster Linie die Sonne genießen und tasten sich erst langsam wieder ans Eis heran." 24 Eissorten werden derzeit im Toto angeboten, wenn es richtig heiß wird, soll das Sortiment noch einmal deutlich fruchtiger werden. "Ananas oder Wassermelone – es muss frisch im Mund sein", plant Christian de Pizzol.

Info

Eis-Historie

Das erste Speiseeis gab es vermutlich im antiken China. Dem Sorbet ähnelndes Speiseeis war aber auch in der europäischen Antike bekannt.

Der griechische Dichter Simonides von Keos beschreibt es als aus Gletscherschnee mit Zutaten wie Früchten oder Honig

Im Eiscafé Zampolli ist Aynur Arslan seit drei Jahren für das Eis verantwortlich. "Gelernt habe ich beim großen Maestro – bei Donaldo Zampolli", meint Aynur Arslan lachend. Seiner Tradition fühlt sie sich verpflichtet. "Wir bereiten unser Eis nur mit natürlichen Zutaten zu", wirbt die Zampolli-Chefin. Und tatsächlich finden sich in ihrer "Eis-Küche" Milch, Eier und echte Vanille. "Deshalb gibt es bei uns auch keine extravaganten Eissorten – denn die werden alle mit Farbstoffen hergestellt", macht Aynur Arslan deutlich, die momentan besonders viele Erdbeerbecher verkauft – "die Grevenbroicher lieben Erdbeerbecher".

Aynur Arslan setzt im Eiscafé Zampolli ausschließlich auf natürliche Zutaten. Foto: NGZ

Einen etwas anderen Weg beschreitet Ewerton de Lorenzi in seinem Eiscafé Roma. Er setzt auf Vielfalt und Extravaganz. "ich bin wahrscheinlich der Einzige, der Veneziana im Angebot hat", sagt der Italiener nicht ohne Stolz. Dafür mischt er eine Zabaionecreme mit Orangen und Schokolade. Hinter "Cocomio" verbirgt sich natürlich eine Kokosnuss-Eiscreme, das Panna Cotta-Eis peppt de Lorenzi mit einer Karamell-Soße auf. Und natürlich setzt auch das "Roma" auf viel Frucht – etwa beim großen Kiwibecher. "Alles in eigener Herstellung. Die Rezepte trage ich teilweise schon 15 Jahre mit mir herum", versichert de Lorenzi mit Blick auf die üppige Theke.

Bunt und üppig präsentiert sich auch das "Rossini" im Montanushof. Michael Schwier verweist auf die neuen Sorten "Aloe Vera" und "Weißer Trüffel", die er allerdings nicht selber herstellt. "Wir bekommen unser Eis aus Düsseldorf – der Name Palatini dürfte ja bekannt sein", so Schwier. Mitte Mai öffnet das "Rossini" seine Terrasse, "und dann beginnt der Kampf der Eisdielen", scherzt Schwier.

Fotos
Aynur Arslan setzt im Eiscafé Zampolli ausschließlich auf natürliche Zutaten. Foto: NGZ
Aynur Arslan setzt im Eiscafé Zampolli ausschließlich auf natürliche Zutaten. Foto: NGZ
Quelle: NGZ


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