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Grevenbroich: Angelpark im Wellenbad

VON SEBASTIAN MEURER - zuletzt aktualisiert: 13.04.2008 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Der Garten- und Landschaftsbauer Sascha Mohren will das Wellenbadgelände in Erbpacht übernehmen. Im so genannten „Treffpunkt Neurath“ soll der Angelverein Grevenbroich einen Angelpark betreiben.

Vorsitzender Sascha Mohren (39, Mitte) stellte den Mitgliedern des Grevenbroicher 
Angelsportvereins seine Pläne auf dem Neurather Wellenbad-Gelände aus. Dort 
soll ein Pflanzenmarkt und ein Angelpark entstehen. N  Foto: NGZ
Vorsitzender Sascha Mohren (39, Mitte) stellte den Mitgliedern des Grevenbroicher Angelsportvereins seine Pläne auf dem Neurather Wellenbad-Gelände aus. Dort soll ein Pflanzenmarkt und ein Angelpark entstehen. N Foto: NGZ

Neurath Vor einem halben Jahr wurde die Idee bekannt, nun soll sie umgesetzt werden: Der rund 130 Mitglieder starke Angelverein Grevenbroich wird das Wellenfreibadgelände Neurath pachten und Anglern die Möglichkeit bieten, in den alten Schwimmbecken auf Fischfang zu gehen.

Pachten wird der Angelverein das 1998 geschlossene Bad indes nicht von der Stadt Grevenbroich, sondern von seinem Vorsitzenden Sascha Mohren.

Der 39-Jährige, der in Mönchengladbach einen Garten- und Landschaftsbau betreibt, will in Neurath einen Pflanzenmarkt und eine Baumschule aufbauen. Bereits am Dienstag soll eine Vereinbarung mit der Stadt unterzeichnet werden, wonach er das Wellenbadgelände in Erbpacht übernimmt.

Info

Wellenbad
Das 67 000 Quadratmeter große Wellenbad-Areal liegt seit zehn Jahren brach. Der Rat hatte sich 1998 für eine Schließung der einst beliebten Freizeitstätte ausgesprochen. Die Pläne, dort ein Freizeit- und Wellness-Bad zu eröffnen, scheiterten 2007.

Zu diesem Artikel erscheint in der NGZ vom Montag ein Zur Sache: Quälende Frage.

Geht alles glatt, „dann können wir am Mittwoch mit der Arbeit“ beginnen, kündigte Sascha Mohren jetzt bei einer im Schwimmbad abgehaltenen Mitgliederversammlung den sichtlich überraschten Angelfreunden an. Zunächst machten es Mohren und seine Vorstandskollegen erst einmal sehr spannend, ehe der Vorsitzende dann die Katze aus dem Sack ließ.

Fast schon genüsslich sezierten er und Kassierer Peter Weihrauch die bisher gehandelte Variante, das Gelände von der Stadt zu pachten - was angesichts der präsentierten Modellrechnung überaus kostenträchtig geworden wäre und auf gar nicht einmal allzu lange Sicht das finanzielle Aus für den 1954 gegründeten Angelverein bedeuten würde.

Die für die Angler finanziell bedeutend bekömmlichere Alternative, das Bad von einem privaten Betreiber zu pachten, stellten Mohren und Weihrauch erst einmal ausführlich vor, ehe die doch so nahe liegende Frage laut gestellt wurde, wer denn nun dieser „Mister X“ sein könnte - als den sich dann Sascha Mohren vorstellte.

Er ist zuversichtlich, dass seine noch andauernden Verhandlungen mit der Stadt bis Dienstag abgeschlossen sein werden - ein Indiz dafür, dass die Entscheidung der Stadt für ihn positiv ausfallen wird, ist nach seinen Worten der ansonsten wohl eher ungewöhnliche Umstand, dass Mohren bereits über die Schlüssel zum Wellenbad verfügte, um dort das Mitgliedertreffen abhalten zu lassen.

Die Angler ziehen mit: Von den 41 Anwesenden sprachen sich 27 dafür aus, das Gelände von einem künftigen Betreiber Sascha Mohren zu pachten, zwölf Mitglieder stimmten mit Nein und zwei enthielten sich.

Das Wellenbad-Areal soll laut Mohren künftig als „Treffpunkt Neurath“ firmieren, der Angelverein würde dabei den „Angelpark Neurath“ betreiben - und zwar bereits ab diesem Jahr, wie Sascha Mohren und Peter Weihrauch zuvor bei der Präsentation ihrer Berechungen deutlich gemacht hatten.

Die Pacht für den Angelverein soll bei monatlich 250 Euro liegen. Wer sich im Sommer auf Fischfang begeben will, soll für eine Tageskarte 21 Euro berappen müssen, im Winter wären es bei reduziertem Fischbestand in den einstigen Schwimmbecken 18 Euro.

Quelle: NGZ


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