Grevenbroich (NGZ). Gindorf (cs) Aus den Kellerfenstern schlagen Flammen, ein Großvater steht mit zwei Säuglingen auf dem Garagendach, wartet auf Hilfe. Rund 50 Feuerwehrleute waren am Dienstag gegen 19.25 Uhr zu einem Kellerbrand an der Turmstraße ausgerückt. „Als wir eintrafen, hatte sich der Brand im Keller schon weit entwickelt. Durch den Flur und Kamin drang Qualm“, schildert Einsatzleiter Peter Compes von der Feuerwehr Grevenbroich.
Bewohner kamen ins Krankenhaus
Ein Mann hatte gegen 19.15 Uhr Qualm im Keller festgestellt und die weiteren Hausbewohner, drei Erwachsene und zwei Kleinkinder, sofort informiert. Alle konnten die Räume verlassen. „Der Großvater war von der ersten Etage aufs Garagendach gestiegen, hielt die sechs Monate alten Zwillinge im Arm. Über eine Leiter haben wir die drei heruntergeholt“, sagt Compes.
Alle Bewohner mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Aber auch einem weiteren Bewohner musste die Feuerwehr helfen: „Im Haus befand sich noch ein Hund. Wir durchsuchten die Räume und fanden schließlich das Tier“, sagt Compes.
Hund mit Atemluft versorgt
Der Rauch im Haus machte dem Hund zu schaffen. „Wir haben das erste Mal einem Hund mit dem Atemschutzgerät Luft zugeführt. Danach kam er in eine Tierklinik in Mönchengladbach.“
Das Feuer löschten zwei Trupps vom Treppenhaus und einer Außentreppe aus. Im Einsatz waren die Feuerwehreinheiten Gustorf, Frimmersdorf und Stadtmitte. Die Brandursache stand gestern noch nicht fest, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch die Höhe des Gebäudeschadens konnte noch nicht beziffert werden.
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