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Grevenbroich: Basset Hounds: Schlaue Schlappohren

VON KARSTEN WIMMERS - zuletzt aktualisiert: 23.10.2010

Grevenbroich (NGZ). Basset Hounds können viel mehr als nur ein schnarchendes Sofakissen zu imitieren. Die Schlappohren von Ute Schwarz aus Kapellen beherrschen das Trickdogging. Sie fahren Skateboard und spielen auf der Trommel.

Ute Schwarz aus Kapellen mit ihren gelehrigen Basset Hounds, die sogar schon Fernsehrollen übernommen haben. In ihrer Freizeit setzt sich die 44-Jährige für in Not geratene Tiere dieser Rasse ein.   Foto:  M. Reuter
Ute Schwarz aus Kapellen mit ihren gelehrigen Basset Hounds, die sogar schon Fernsehrollen übernommen haben. In ihrer Freizeit setzt sich die 44-Jährige für in Not geratene Tiere dieser Rasse ein. Foto: M. Reuter

Einem Basset einen Trick beibringen? Dem Hund mit den traurigen Augen, der fast über seine langen Ohren stolpert? Niemals! "Denkste", sagt Ute Schwarz. Denn die Bassets der 44-Jährigen sind äußerst gelehrige Kerlchen. Männchen machen ist nur die kleinste Übung, die sie beherrschen. Sie können Skateboard fahren, Nutella-Gläser öffnen, auf einer Trommel spielen, sogar Wäsche aufhängen. Und das machen sie so gut, dass einer von ihnen schon im Fernsehen zu sehen war: "Meine Hündin Rusina hat sogar eine Rolle in der Comedy-Show ,Sechserpack' bekommen", erklärt die Züchterin nicht ohne Stolz.

Info

Der Basset

Herkunft Der Basset Hound soll von einer alten französischen Rasse, dem Basset d'Artois, abstammen. Seine systematische Zucht begann im 19. Jahrhundert.

Verwendung Bassets sind meist Familientiere. Er ist zwar kein schneller Laufhund, doch trotz seiner Trägheit ist er eifriger Kaninchenjäger mit gutem Geruchssinn.

Tierfreundin ist Ute Schwarz schon von Kindesbeinen an. "Kein Wunder, schließlich hatten wir zu Hause zeitweise bis zu fünf Hunde", erzählt die kaufmännische Angestellte. Eines Tages entdeckte sie dann die Basset Hounds für sich: "Sie sind intelligente, geschickte und selbstbewusste Tiere, das hat mir gefallen." Vor sechs Jahren bekam sie dann ihren ersten Basset – der Beginn einer großen Freundschaft. Die zur Leidenschaft wurde.

Denn heute setzt sich Ute Schwarz für in Not geratene Schlappohren ein. 2005 begann sie, Patenschaften für Basset Hounds zu übernehmen, Tierheimen zu helfen, nach Hundebesitzern zu fahnden, sowie Kosten für Operationen und Pflege zu übernehmen. Im vergangenen Jahr gründete Schwarz dann den Verein "Basset in Not", der bundesweit 60 Mitglieder zählt. "Gemeinsam versuchen wir, herrenlosen und verwahrlosten Tieren ein neues Zuhause zu geben", berichtet Schwarz. Auf ihrer Homepage im Internet stellt sie regelmäßig Hunde vor, die nach einem neuen "Herrchen" oder "Frauchen" suchen. Nicht ohne Erfolg, wie die Vermittlungsquote zeigt.

Foto: M. Reuter

Um zu beweisen, dass Bassets alles andere als lahme Hush Puppies sind, trainiert die 44-Jährige regelmäßig mit ihren Tieren. "Es ist schwer, eine Hundeschule zu finden, die ordentliche Kurse anbietet", weiß Schwarz. Bei den "Tipp Tapp Dogs" ist sie schließlich fündig geworden. Dort können die Bassets unter Beweis stellen, dass sie mehr können, als nur ein schnarchendes Sofakissen zu imitieren. Das Repertoire reicht vom simplen Pfötchen geben über Puppenwagen schieben bis hin zum Schränke und Türen öffnen. "Im Alltag sind Hunde oft unterfordert. Gassi gehen und Bällchen holen genügt ihnen nicht. Sie müssen auch im Kopf ausgelastet sein – und das bietet ihnen das Trickdogging", sagt die 44-jährige Kapellenerin.

Dass ihre Hunde mit Feuereifer dabei sind, bewiesen sie bei der jüngsten Auflage der Haustiermesse "Hund, Katze & Co." in Hamm: Dort hatte einer ihrer Bassets Hounds einen ganz großen Auftritt. Nicht auf Laufsteg, sondern als Darsteller in der Märchen-Aufführung "Schneewittchen".

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Foto: M. Reuter
Quelle: NGZ


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