Grevenbroich (NGZ). Frimmersdorf wird Kraftwerks-Standort bleiben. Davon ist Betriebsratsvorsitzender Udo Dohmen überzeugt. Vor der Pensionärsvereinigung unterstrich er jetzt, dass das Werk auch über das Jahr 2016 hinaus eine Zukunft haben wird. Vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen.
"Bis Ende 2012 werden planmäßig alle 150-Megawatt-Altanlagen in Frimmersdorf abgebaut", betonte Dohmen. Bis dahin werde das Werk personalwirtschaftlich und infrastrukturell so ausgerichtet, dass der Alleinbetrieb der beiden übrig bleibenden 300-MW-Blöcke "Paula" und "Quelle" gewährleistet werden kann. "Ein Großteil unserer Mannschaft wird in das neue BoA-Kraftwerk in Neurath wechseln", unterstrich der Betriebsratsvorsitzende. Er geht davon aus, dass die beiden 300-MW-Blöcke künftig mit einem rund 200 Mitarbeiter starken Team betrieben werden können. Zurzeit sind in Frimmersdorf noch etwa 540 Kraftwerker tätig.
Nach dem Abschalten von "Paula" und "Quelle" – voraussichtlich nach 2016 – müsse es am Standort aber weitergehen, meinte Dohmen. Er hofft darauf, dass sich RWE dort zum Bau eines Trockenbraunkohle-Kraftwerks der neuesten Generation entschließen wird. "Dafür werden wir kämpfen", so Dohmen. Die Politik müsse aber mitziehen und die Rahmenbedingungen für eine solche Investition schaffen.
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