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Grevenbroich: Bluttat im Reihenhaus

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 02.12.2007 - 22:30

Grevenbroich (NGZ). Wevelinghoven Ein Reihenhaus an der Poststraße. Im Vorgarten ein Weihnachtsbaum, an der Türe ein beleuchteter Engel - ein friedliches Bild. Nichts deutet darauf hin, dass sich hinter den Mauern eine blutige Tat ereignet hat.

Die Einsatzkräfte betreten das Haus in Wevelinghoven. Dort finden sie das 15-Jährige Mädchen blutüberströmt. Wenig später verstirbt sie im Krankenhaus.  Foto: M. Reuter
Die Einsatzkräfte betreten das Haus in Wevelinghoven. Dort finden sie das 15-Jährige Mädchen blutüberströmt. Wenig später verstirbt sie im Krankenhaus. Foto: M. Reuter

Wie es dazu kam, war am Sonntag Abend noch offen: „Die Ermittlungen laufen, das Spezialkommando des K 11 in Düsseldorf wird die Spurensicherung übernehmen. In den nächsten Tagen wissen wir mehr“, so Polizeisprecher Hans-Willi Arnold am Abend.

Fest steht bisher, dass Bewohner des Hauses nach 18 Uhr laute Geräusche hörten. „Sie haben dem jedoch zunächst keine Bedeutung beigemessen“, so Arnold. Gegen 18.20 Uhr wurde dann aus dem Reihenhaus der Rettungsdienst alarmiert.

Die Einsatzkräfte, die wenige Minuten später vor Ort eintrafen, fanden in der Wohnung die 15-jährige blutüberströmt mit schweren Stichverletzungen vor. Der Notarzt übernahm die Erstversorgung, kurz darauf wurde das Mädchen mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht - dort verstarb es vor 20 Uhr. Über die Art und Weise der Verletzungen wurde nichts bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ist in die Ermittlungen eingeschaltet worden. Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff, selbst ein Wevelinghovener, konnte am Sonntag noch keine Details weitergeben. Der Junge habe vermutlich auf das Mädchen eingestochen: „Ob es eine Beziehungstat war, wissen wir jedoch nicht.“ Er erhofft sich mehr Informationen von dem 15-jährigen tatverdächtigen Wevelinghovener, der in der Nacht von der Polizei vernommen wurde.

 „Es wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis wir uns ein genaues Bild vom Ablauf der Tat machen können“, so Hans-Willi Arnold. Wie der Polizeisprecher erklärte, befanden sich die Eltern des Jungen zur Tatzeit in der Wohnung, jedoch in einem anderen Zimmer.

Die beiden Jugendlichen wohnten auf der gleichen Straße, nur wenige Häuser voneinander entfernt. Nachbarn zeigten sich geschockt: Die 15-Jährige war bekannt im Ort, sie trug die Wochenzeitung aus. „Der Junge war ein netter, eher unauffälliger Typ, er hat sogar freundlich auf der Straße gegrüßt“, berichtet ein Anlieger: „Unfassbar, das so etwas geschehen konnte.“

Während die Polizei die Zeugen der Tat vor Ort vernahm, fuhren gegen 20.15 Uhr erneut Notarzt und Rettungswagen vor: Die Angehörigen des Jungen waren zusammengebrochen. Geschockt war auch ein guter Freund (14) des Tatverdächtigen, der am Vorabend noch mit dem 15-Jährigen auf einer Party war.

Er erzählt von einem Streit, den es unter dem jungen Paar gegeben haben soll: „Worum es ging, weiß ich aber nicht.“ Am Sonntag Nachmittag hatte er das Mädchen noch auf der Treppe des Hauses getroffen, in dem später die Tat geschah: „Sie war sehr traurig.“ Seinem Freund traut er jedoch nicht zu, auf das Mädchen eingestochen zu haben: „Niemals! Das ist ein ganz ruhiger Typ, nicht aggressiv.“

Quelle: NGZ

 
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