kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Grevenbroich: Brand: Großeinsatz in Elsen

VON CARSTEN SOMMERFELD UND DANIELA BUSCHKAMP - zuletzt aktualisiert: 30.05.2011 - 23:16

Grevenbroich (NGZ). Menschen stehen auf Balkonen, der Flur ist verqualmt. Ein Großaufgebot der Feuerwehr und des Rettungsdienstes rückte am Montagabend zum Kellerbrand an der Rheydter Straße aus. Acht Bewohner erlitten eine Rauchgasvergiftung.

Im Keller des Mehrfamilienhauses war vermutlich ein Wäschetrockner in Brand geraten.  Foto:  L. Berns
Im Keller des Mehrfamilienhauses war vermutlich ein Wäschetrockner in Brand geraten. Foto: L. Berns

Aufregung zur Fernsehzeit gegen 20 Uhr an der Rheydter Straße 174, Ecke Jülicher Straße: Zahlreiche Anwohner wurden von Rauch und kurz danach von einem Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei überrascht.

Ursache eines Kellerbrandes in dem vieretagigen Haus des Bauvereins Grevenbroich war vermutlich ein Wäschetrockner. In den zwölf Wohnungen leben überwiegend Senioren. Fünf Löschzüge mit 40 Feuerwehrleuten sowie etliche Rettungswagen rückten an, überall zuckten Blaulichter auf der Kreuzung. "MANV 2" (Massenanfall von Verletzten) wurde ausgelöst.

Info

Arbeit für die Wehr

Bereits in den vergangenen Tagen hatte die Freiwillige Feuerwehr Grevenbroich reichlich zu tun:

26. Mai Auf einem Bauernhof bei Barrenstein brennt ein Scheunenanbau, die Polizei vermutet Brandstiftung.

27. Mai Ein Linienbus fängt in Frimmersdorf Feuer.

Stojan Saveski wohnt im Erdgeschoss in einer altengerechten Wohnung. Er hatte einen Knall gehört. "Ich dachte erst, dass das Geräusch aus meiner Küche kam. Dann sah ich Rauch unter der Tür hineinkommen. Plötzlich rief ein Bekannter von draußen unter dem Balkon: ,Komm sofort heraus'", erzählte der 67-Jährige. Beherzt sprang er über den Balkon zwei Meter tief auf den Boden. Anderen war der Fluchtweg versperrt: "Meine Mutter rief mich mit dem Handy an und sagte, dass sie auf dem Balkon stehe und nicht hinaus könne – das Treppenhaus sei verraucht", schilderte Serenella Perez (40), die sofort aus Jüchen herkam. Dann kann sie aufatmen: "Meiner Mutter geht es gut." Rettungswagen brachten die 59-Jährige und sieben andere Menschen vorsorglich ins Krankenhaus.

Erschrocken, aber unverletzt: Nach einem Kellerbrand kümmerten sich am Montagabend Retter um die älteren Bewohner an der Rheydter Straße. Foto: L. Berns

Feuerwehr-Einsatzleiter Heinz-Wilhelm Becker war einer der ersten Helfer vor Ort. "Auf mehreren Balkonen warteten Menschen auf Hilfe, ich habe sofort weitere Löschzüge alarmiert", erklärte er. Mehrere Rettungswagen gingen an der Tankstelle in Position. Die Polizei sperrte den gesamten Kreuzungsbereich ab. "Wir haben den Bewohnern gesagt, dass sie zunächst auf die Balkone gehen sollen", sagte Becker. Nachdem ein Lüfter den stärksten Rauch im Treppenhaus vertrieben hatte, holten Feuerwehrleute einen Bewohner einen nach dem anderen aus dem Haus. Eine Frau wurde über die Drehleiter gerettet. Einen Mann trugen Feuerwehrleute in einer Decke zum Rettungsdienst. Elf Menschen wurden gerettet oder konnten selbst ins Freie laufen. Die gute Nachricht: In der zwölften Wohnung befand sich niemand. Vermutlich war er zum Zeitpunkt des Brandes unterwegs. Auch ein Papagei in seinem Käfig konnte gerettet werden.

Der Brand im Keller war zu diesem Zeitpunkt bereits gelöscht, Noch bis 21.30 Uhr fuhren Feuerwehr und Krankenwagen immer wieder mit Martinshorn und Blaulicht zum Unglücksort und zum Krankenhaus. Zahlreiche Grevenbroicher verfolgten den Einsatz vom Bürgersteig und von der Tankstelle aus. Erst gegen 22.30 Uhr kehrte allmählich Ruhe an der Einsatzstelle ein, rückten die Helfer ab.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Der fünf Wochen alte Casper lässt es sich schmecken. Jessica Hintzen weiß, was Eichhörnchen-Babys gut bekommt.

Grevenbroich

Die Eichhörnchen-Mama

Rund 100 Eichhörnchen hat Jessica Hintzen (42) in rund drei Jahren groß gezogen. Immer wieder werden hilflose Hörnchen-Junge am Schneckenhaus im Bend abgegeben – und kommen dann in ihre Obhut. VON Carsten Sommerfeld  mehr

 
Auf dieser Wiese in Elsen soll das Seniorenzentrum entstehen. Wer das Haus aber betreibt, ist unklar. Der Investor hält aber am Bau fest.

Grevenbroich

Altenheim-Betreiber sagt ab

Rückschlag fürs Altenheim-Projekt in Elsen: Die Düsseldorfer "Alloheim Senioren-Residenzen" ziehen sich als potenzieller Betreiber zurück. VON Carsten Sommerfeld und Wiljo Piel  mehr

 
 
 
 
 
BILDER AUS GREVENBROICH
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers, der im Mai .. mehr 
 
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers, der im Mai ..
mehr 
Zu Besuch bei Sven Kompaß
Zu Besuch bei Sven Kompaß
Hausbesuch bei Sven Kompaß, der im Mai 2012 ..
mehr 
Maimarkt in Wevelinghoven 2012
Maimarkt in Wevelinghoven 2012
Maimarkt in Wevelinghoven 2012
mehr 
Feuerwehr öffnet alten Bunker
Feuerwehr öffnet alten Bunker
Feuerwehr öffnet alten Bunker
mehr 
 
Familienanzeigen