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Grevenbroich: Das erste Alt vor dem Fest

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 18.08.2006 - 22:25

Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Der Kirmesplatz am Hagelkreuz? Nein, da machen die Grevenbroicher Schützen nicht mit. Im Frühjahr legten sie Protest ein - mit Erfolg. Auch in Zukunft wird an der Graf-Kessel-Straße gefeiert. Damit das nach außen hin auch gut sichtbar dokumentiert wird, werden die Schützen in der übernächsten Woche ein Schild aufstellen.

 Foto: Michael Reuter
Foto: Michael Reuter

Der Turnierplatz wird hochoffiziell in Schützenplatz umbenannt - und daran gibt es dann nichts mehr zu rütteln. Die Idee hatte übrigens der ehemalige Königskreis-Vorsitzende Heinz Füßer.

Dessen Nachfolger, Karl-Heinz Schröder, stand Freitag an der Spitze derer, die das nunmehr 31. Biwak im Schatten des Alten Schlosses organisierten. „Das ist die älteste Veranstaltung dieser Art im Stadtgebiet - es ist das Original“, meinte BSV-Präsident Dr. Peter Cremerius.

Zur Eröffnung der Veranstaltung, die auch in diesem Jahr auf regen Zuspruch traf, schlug König Josef Wacker ein Fass Altbier an - damit wurde der offizielle Schützenfest-Countdown eingeleitet. Nur noch 14 Tage, dann ist es wieder soweit.

Dass auch der Ablauf von Traditionsveranstaltungen durchaus geändert werden kann, macht ein Blick auf das Festprogramm deutlich. Hier die Neuerungen:

Die Serenade auf dem Markt beginnt am Fest-Samstag, 2. September, eine Viertelstunde später, nämlich um 19.30 Uhr. Erstmals werden die Frauen der Vorstandsmitglieder den Auftritt der Tambourkorps und Musikvereine von der Rathausterrasse aus erleben - dies geht auf eine Initiative von Königin Roswitha Wacker zurück.

Am Sonntag formieren sich die Schützen 15 Minuten früher zum Kirchgang - und zwar um 8.30 Uhr. Die Regimentsfahne wird erstmals nicht mehr im Hause Rütten abgeholt, sondern aus dem Fahnensaal des alten Rathauses.

Bei den Umzügen ist die Regimentsführung normalerweise auf sechs Pferden unterwegs. Diesmal werden nur zwei Vertreter hoch zu Ross zu sehen sein, nämlich Regimentschef Joachim Schwedhelm und Jägermajor Stefan Sürth. Da sich Oberstadjutant Georg Winkler und Grenadiermajor Ralf Stegers verletzt haben, wurde die Reiter-Riege verkleinert. Ausnahme: Die drei Vorreiter sind natürlich dabei.

Der Festzug am Sonntag wird bunter: Sieben befreundete Schützenvereine werden mit ihren Regimentsfahnen vertreten sein.

Da sich der Früh- zu einem Dämmerschoppen entwickelt hat, will der Vorstand die Schützen am Montag früher ins Zelt locken. „Sie könnten dort frühstücken“, schlägt Präsident Dr. Cremerius vor. Musikalisch wird schon ab 11 Uhr etwas geboten: die Egerland-Besetzung des Musikvereins Holzheim spielt auf, ab 14 Uhr kann dann zu den Klängen der Band gefeiert werden - und zwar bis 22.30 Uhr.

Seit Freitag ist die Festschrift des BSV erhältlich: Das 240 Seiten starke Werk, wieder zusammengestellt von Dieter Kaltz, wird in einer Auflage von 5000 Stück verteilt. „Sie ist von hoher Qualität und hat sich mittlerweile zu einem Jahrbuch des Bürgerschützenvereins entwickelt“, erklärte Dr. Peter Cremerius.

Daran nicht ganz unbeteiligt ist der Vorsitzende des Grevenbroicher Geschichtsvereins, Dr. Friedrich Schmitz: Er steuerte seinen nunmehr 26. Beitrag zur Festschrift bei, diesmal beleuchtet er die Historie der Straße „Auf der Schanze“. Als kleines Dankeschön erhielt Schmitz Freitag das Regimentsgeschenk, ein Bild des Künstlers Jörg Schröder.

Quelle: NGZ


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