Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Leerstände sind ab Ende September in der Innenstadt passé: das alte Hömberg-Kaufhaus öffnet endlich wieder seine Türen. Neben einem Esprit-Store für Damen und Herren entsteht dort ein Cecil-Store, in dem es Damenoberbekleidung und Accessoires geben wird.
„Wir sehen dieses Ladenlokal aus Top-Standort“, begründet Scott Kohlberg, angestellter Geschäftsführer der Firma Original-Store aus Neuss-Holzheim, die Wahl für die Geschäftseröffnung in Grevenbroich. „Zum einen ist die Fläche am Marktplatz sehr zentral gelegen und außerdem kann man von allen Seiten an das Kaufhaus heranlaufen.“
Gute Beratung in Geschäften
Gemeinsam mit der Wiedereröffnung des Bekleidungsgeschäftes Wehmeyer und der Neueröffnung eines 500 Quadratmeter großen Sportgeschäftes im Montanushof ist das ein wichtiger Schritt für den Standort Grevenbroich.
Neuerungen in Zahlen
Der Esprit-Store im Hömberg-Kaufhaus wird 312 und der Cecil-Store 149 Quadratmeter groß, fünf beziehungsweise vier Arbeitsplätze entstehen. Im Montanushof wird Wehmeyer die 1600 Quadratmeter Verkaufsfläche als Shop-in-Shop-Konzept umwandeln, Intersport entsteht auf 500 Quadratmetern. Insgesamt hat die Innenstadt eine Verkaufsfläche von 25 000 Quadratmetern.
„Die Innenstadt hat sich seit der Eröffnung der Coens-Galerie weiter sehr positiv entwickelt“, freut sich Fred Schlangen, Vorsitzender des Werberings, „Angebotslücken wurden geschlossen, spezialisierte Geschäfte sind neu hinzugekommen und die Profilierung der Sortimente am Ort vorhandener Unternehmen schreitet weiter voran.“
Seiner Meinung nach wird die Anziehungskraft der Grevenbroicher Innenstadt jetzt noch größer. Nicht zuletzt, weil es ausreichend und kostengünstige Parkmöglichkeiten gibt.
Schon das im Jahr 2004 vorgestellte Gutachten „Fortschreibung und Konkretisierung des Einzelhandelsstandortkonzeptes für die Stadt Grevenbroich“ von Diplom-Geograph Michael Karutz hatte eine positive Innenstadt-Entwicklung prognostiziert. Die Empfehlung damals lautete, dass die Breite Straße und der Marktplatz durch die Ansiedlung wichtiger Modemarken für weitere Attraktivität in Grevenbroich sorgen würden. Schlangen: „Das ist uns mit den zwei Mono-Label-Modegeschäften im Hömberg-Kaufhaus bestens gelungen.“
Als Pluspunkt sieht der Vorsitzendes des Werberings zudem den Kundenservice. „Aufgrund der niedrigen Mieten muss nicht an anderen Stellen gespart werden“, so Schlangen. „Die Erfahrung zeigt, dass die Beratung in den Geschäften wirklich gut ist.“ Dieses Konzept soll auch in den beiden Läden im alten Hömberg-Kaufhaus umgesetzt werden. „Kundenservice steht bei uns an erster Stelle“, erklärt Kohlberg.
Zwar sind sich die Experten einig, dass das Sortiment in der Grevenbroicher Innenstadt „recht rund“ ist und es keine größeren Lücken mehr gibt, ausruhen wollen sie sich trotzdem nicht.
„Es gibt immer wieder neue Entwicklungen und Konzepte, nach denen wir uns richten müssen, um als Stadt weiterhin attraktiv zu bleiben“, sagt Fred Schlangen. Dazu gehören auch bauliche Veränderungen. „Wir haben immer noch einige Läden, die Treppen im Eingangsbereich oder einen seitlichen Haupteingang haben“, erklärt Schlangen die aktuelle Situation, „aber ich gehe davon aus, dass sie sich in der nächsten Zeit an die modernen Bauten anpassen werden.“
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