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Grevenbroich: Die Nacht der Sternschnuppen

VON ANDREAS BUCHBAUER - zuletzt aktualisiert: 12.08.2011

Grevenbroich (NGZ). Freitagabend gibt es ein Lichtspektakel am Himmel: Pro Stunde sind bis zu 110 Sternschnuppen zu sehen. Der Hobby-Astronom Dieter von Montfort freut sich darauf – und erklärt, wie es zu dem romantischen Lichtspiel kommt.

Ist der Himmel heute Abend wolkenfrei, dann gibt es ein Licht-Spektakel zu bestaunen: Pro Stunde ist mit 70 bis 110 Sternschnuppen zu rechnen.  Foto: ddp
Ist der Himmel heute Abend wolkenfrei, dann gibt es ein Licht-Spektakel zu bestaunen: Pro Stunde ist mit 70 bis 110 Sternschnuppen zu rechnen. Foto: ddp

Für Verliebte und all jene, die es werden wollen, ist Freitag der perfekte Tag für ein Rendezvous. Was ist schon romantischer, als gemeinsam in die Sterne zu schauen und Sternschnuppen zu entdecken? Der Neukirchener Hobby-Astronom Dieter von Montfort weiß, dass die Chancen dafür in der Nacht zu morgen besser stehen als an jedem anderen Tag in diesem Jahr.

"Pro Stunde kann man mehr als 70 Sternschnuppen sehen", sagt der Vorsitzende der "Astrofreunde Neuss-Grevenbroich". Möglich sollen sogar bis zu 110 Sternschnuppen pro Stunde sein. Der Grund: Die Erde kreuzt auf ihrer Umlaufbahn einen Meteoriten-Schweif im Sternbild Perseus, den der Komet Swift-Tuttle auf seiner Bahn um die Sonne hinterlassen hat.

Info

Astrofreunde

Vereinigung Die "Astrofreunde Neuss-Grevenbroich" wurden 1993 gegründet. Dieter von Montfort ist ihr Vorsitzender.

Perseiden Der Meteorstrom besteht aus Hinterlassenschaften des Kometen Swift-Tuttle. Beim Eindringen von Teilchen in die Erdatmosphäre leuchten zusammengepresste Luftmoleküle auf.

Doch keine Bange: Die Meteoriten kommen nicht so gewaltig und gefährlich daher, wie in einem Hollywood-Film. Vielmehr handelt es sich um eine Wolke winziger Staubteilchen. Mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde dringen sie in die Erdatmosphäre ein – und verglühen in etwa 80 bis 90 Kilometer Höhe. Das Ergebnis: eine Masse an Sternschnuppen. Wegen ihrer Herkunft aus dem Sternbild Perseus ist von den Perseiden die Rede. Etwas flapsig wird das Lichtspektakel auch als "Sternschnuppen-Regen" bezeichnet.

Die beste Zeit, um sich die Sternschnuppen anzuschauen, ist laut Dieter von Montfort zwischen 23 und 3 Uhr. Für Verliebte also eigentlich perfekt: erst etwas essen gehen oder einen Film anschauen, anschließend auf den Balkon setzen und in den Himmel blicken. Vielleicht mit einer Wolldecke um die Schultern und ruhiger Musik aus der Stereoanlage – und einer Flasche Wein auf dem Balkontisch. Wer ein bisschen abergläubisch ist, kann sich beim Anblick der Sternschnuppen ja etwas wünschen. Im Lotto-Jackpot sind derzeit nämlich satte 20 Millionen Euro.

Von Aberglaube und anderem Mumpitz hält Dieter von Montfort nicht viel. Er hofft vor allem, dass der Blick auf das Sternschnuppen-Spektakel am Freitag nicht durch Wolken verdeckt wird. "Das wäre sehr ärgerlich", sagt 64-Jährige. Zusammen mit anderen Mitgliedern der "Astrofreunde Neuss-Grevenbroich" möchte er sich den Sternschnuppen-Regen anschauen. Es wäre nicht das erste Mal: Die Erde kreuzt das Meteoritenfeld einmal jährlich. "Die ersten Aufzeichnungen darüber stammen aus dem Jahr 36 nach Christus und stammen aus China", sagt von Montfort.

Quelle: NGZ


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